Erschreckend: So gefährlich ist Hass im Internet

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Von Marie-Hélèn Frech

Thüringen - Die Thüringer Beratungsstelle Elly warnt vor realen Folgen von Hassrede und Hetze im Internet. "Hass im Netz ist längst kein rein digitales Phänomen mehr.

Mehr als 350 Beratungen sowie andere Unterstützungsangebote hat die Thüringer Beratungsstelle Elly im vergangenen Jahr gezählt. (Symbolbild)
Mehr als 350 Beratungen sowie andere Unterstützungsangebote hat die Thüringer Beratungsstelle Elly im vergangenen Jahr gezählt. (Symbolbild)  © Marcus Brandt/dpa

Für viele Betroffene ist er eine reale Bedrohung, die in den Alltag hineinwirkt: in das Sicherheitsgefühl, in Beziehungen, in politische Teilhabe und in die Frage, ob Menschen sich weiterhin öffentlich äußern oder engagieren", erklärt Projektleiterin Berna Uluçay. 

Gerade in Thüringen hingen digitale Angriffe häufig mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, rechten Mobilisierungen und konkreten Bedrohungslagen vor Ort zusammen, so Uluçay.

Besonders betroffen sind der Beratungsstelle zufolge etwa zivilgesellschaftlich oder gegen rechte Ideologien engagierte Menschen, wie entsprechende Beratungsanfrage zeigten.

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Zu ganz konkreten Ängsten bei den Betroffenen könne es etwa führen, etwa wenn deren private Daten im Netz veröffentlicht werden oder etwa rechten Telegram-Gruppen, teilte die Beratungsstelle mit.

Mehr als 350 Beratungen und Unterstützungsangebote im letzten Jahr

Betroffene stellten sich dann etwa Fragen wie: "Wer kennt meinen Wohnort? Wer weiß von meiner Familie? Wem begegne ich im Alltag?" Digitale Gewalt müsse gerade im Kontext rechter Gewalt und realer Einschüchterung ernst genommen werden. 

Mehr als 350 Beratungen sowie andere Unterstützungsangebote hat Elly im vergangenen Jahr gezählt. Dabei informiert die Beratungsstelle Betroffene etwa über rechtliche Möglichkeiten, wenn sie gegen Posting vorgehen wollen, oder bietet an, Betroffene etwa zur Polizei zu begleiten. 

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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