Von Sarah Knorr
Erfurt - Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat den Juni in Thüringen zu einem sehr warmen Monat gemacht.
Mit 19,1 Grad war die Durchschnittstemperatur im Freistaat außergewöhnlich hoch, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach einer vorläufigen Auswertung mitteilte. Wärmer war demnach bislang nur der Juni im Jahr 2019 mit durchschnittlich 19,7 Grad.
Die meisten Menschen dürften in diesem Monat ordentlich ins Schwitzen geraten sein. An einigen Stationen wurden demnach zehn heiße und fünf sehr heiße Tage gemessen. Selbst die 40-Grad-Marke wurde am Samstag in Artern (Kyffhäuserkreis) geknackt. Mit 40,4 Grad war das die bisher höchste in Thüringen gemessene Temperatur.
Außerdem wurde der vieljährige Mittelwert von 14,9 Grad um 4,2 Grad überboten. Dieser Wert bezieht sich auf die international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.
Darüber hinaus war Thüringen bundesweit das Bundesland, wo die Sonne sich am wenigsten zeigte. Mit 227 Sonnenstunden "gab es keine Region mit weniger Sonnenschein", wie es vom DWD hieß.
Weiterhin war der Juni trockener als sonst. So landete mit 54 Litern pro Quadratmeter deutlich weniger Niederschlag in den Messbechern als im langjährigen Vergleich (78 Liter pro Quadratmeter). "Ohne die gewittrigen Regenfälle am Monatsende wäre der Monat noch erheblich trockener ausgefallen", hieß es vom DWD.