Zalando-Schließung: Mehr als 3000 Arbeitnehmer betroffen

Von Simone Rothe

Erfurt - Nach Einschätzung des Betriebsrats sind von einer Schließung des Erfurter Zalando-Logistikzentrums deutlich mehr Arbeitnehmer als die Stammbelegschaft betroffen.

Mehr als 3000 Arbeitsplätze seien von der Schließung des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt betroffen. (Symbolbild)  © Marc Tirl/dpa

Er gehe von mehr als 3000 Arbeitsplätzen aus, die durch die Entscheidung des Vorstandes des Dax-Konzerns bedroht seien, sagte der Erfurter Zalando-Betriebsratsvorsitzende Tony Krause nach einem Treffen mit der Landtagsfraktion der Linken in Erfurt.

Er nannte unter anderem Zeitarbeiter sowie Mitarbeiter von Dienstleistern, die für den Zalando-Standort teils seit Jahren arbeiteten.

Krause kündigte an, dass der Betriebsrat alle von der Schließungsentscheidung Betroffenen zu einer Versammlung einladen wird, um über die Lage und das weitere Vorgehen zu sprechen. "Die Kollegen wissen nicht, wie es weitergehen soll."

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Zunächst müsse aber eine räumliche Möglichkeit gefunden werden, um mehr als 3000 Menschen zusammenzubringen.

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Entscheidung zur Schließung war sehr überraschend

Der Betriebsrat wurde ebenso wie die Landes- und Kommunalpolitik von der Entscheidung des Vorstandes, den großen Logistikstandort zu schließen, in der kommenden Woche überrascht. Verdi-Sekretär Matthias Adorf warf dem Unternehmen vor, den Standort ohne Vorwarnung zu schließen, weil Zalando meine, anderswo kostengünstiger arbeiten zu können.

"Das ist ein Signal an die Aktionäre." Wie der Betriebsrat pochte er darauf, dass der Vorstand Arbeitnehmerrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz einhält. "Der Betriebsrat hat das Recht, umfassend angehört zu werden." Das sei im Vorfeld der Entscheidung nicht geschehen, sagte Betriebsratschef Krause.

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