Ursaurier-Fundstelle in Thüringen: Was entdeckt wurde
Von Marie-Hélèn Frech
Tambach-Dietharz - 310 Mal sind Forscherinnen und Forscher auf der bekannten Fossilienfundstelle Bromacker im Thüringer Wald bei den diesjährigen Grabungen fündig geworden.
"Die diesjährige Ausgrabung am Bromacker war wieder ein Riesenerfolg und hat zahlreiche neue Einblicke eröffnet", teilten die Projekt- und Grabungsleiter Tom Hübner von der Friedenstein Stiftung Gotha und Professor Jörg Fröbisch vom Museum für Naturkunde Berlin mit.
Besonders spannend ist demnach die Entdeckung zwei kleiner Schädel sowie eines seltenen Tausendfüßers.
"Spektakulär ist auch die Freilegung eines neuartigen Grabgangs eines kleinen Ursauriers, der sich in einem weiten Bogen in die tieferen Schichten zieht und zu den bisher längsten Funden gehört", so die beiden weiter.
Ein Grabgang ist ein Spurenfossil: Meist handelt es sich dabei um röhren- oder gangartige Hohlräume in einem Sediment, die Urzeitlebewesen etwa durch Graben geschaffen haben.
In diesem Jahr waren die Forschenden an 19 Tagen auf dem Gelände zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz (Landkreis Gotha) mit Meißel, Hammer und anderen Werkzeugen zugange. Dem Team aus etwa 40 internationalen Fachleuten schauten dabei rund 1700 Besucher des Geländes über die Schultern.
Titelfoto: Martin Schutt/dpa
