Wohngeld: Diese Thüringer sind am häufigsten auf finanzielle Hilfe angewiesen
Von Katrin Zeiß
Thüringen - In Thüringen ist die Zahl der Privathaushalte, die zum Stemmen ihrer Wohnkosten auf finanzielle Hilfe vom Staat angewiesen sind, im vergangenen Jahr gestiegen.
Ende 2025 bezogen 44.285 Haushalte Wohngeld - 1460 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt in einer Jahresbilanz bezifferte.
Das entsprach einem prozentualen Anstieg um 3,4 Prozent. Der Wohngeldanspruch lag im Durchschnitt bei 228 Euro, das waren vier Euro mehr als 2024.
Auffällig: Vor allem alleinlebende Menschen nahmen Wohngeld in Anspruch. 30.235 der Wohngeldempfänger waren Single-Haushalte. Sie machen den Statistikern zufolge mehr als 66 Prozent der Empfänger aus.
Rund 14 Prozent der Empfänger waren Zwei-Personen-Haushalte, Haushalte mit drei bis mehr als fünf Personen machten jeweils im Bereich zwischen 5 und 6 Prozent der Empfänger aus.
Für die Masse der Thüringer Wohngeldhaushalte - 43.480 oder rund 98 Prozent - ist die Wohnkostenhilfe den Angaben zufolge die einzige staatliche Transferleistung, die sie erhalten. Darunter waren 29.070 Rentnerhaushalte, wie das Landesamt aufschlüsselte. Insgesamt bezogen im vergangenen Jahr 4,2 Prozent aller Thüringer Haushalte Wohngeld.
Titelfoto: Robert Michael/dpa
