Hamburg - Bekannt wurde Emely Hüffer (29) aka Emskopf unter anderem durch die erste deutsche Staffel "Too Hot to Handle". Als Content Creatorin teilt sie heute ihre Gedanken über persönliche Entwicklung, Spiritualität und Selbstliebe. Bei "deep und deutlich" erzählt die 29-Jährige von einem besonders persönlichen Erlebnis, das sie bis heute prägt.
Sie war noch ein Teenager, als ein damaliger Mitschüler sie sexuell missbrauchte. So habe er sie in ein Zimmer gelockt. "Als ich ins Zimmer gegangen bin, hat er schon die Tür abgeschlossen", erinnert sie sich in der Talkrunde. "Und dann hat er die Musik ganz laut gemacht. Und irgendwann fing das an, dass er angefangen hat mit mir rumzumachen."
Doch sie ekelte sich vor ihm, hat sich gewehrt und empfand starke Angst. "Über die genauen Einzelheiten kann ich jetzt nicht so gut sprechen", so Hüffer mit zittriger Stimme. "Schlimm ist, was er gemacht hat. Du kriegst diese Angst, dass man nicht überlebt. Da sagst du alles und willst nur, dass es fertig ist."
Nach dem schockierenden Erlebnis vertraute sich die 29-Jährige ihren Mitschülerinnen an. Doch statt sie zu unterstützen erlebte Hüffer starkes Mobbing. Ihr wurde nicht geglaubt und vorgeworfen, sie würde das Leben des Jungen mit ihren Aussagen zerstören.
Emely Hüffer ermutigt andere Betroffene
Auch ihrer Mutter gestand sie schließlich das Erlebte. Sie beschrieb ein Gefühl von Ekel vor sich selbst und allem anderen. "Ich wollte einfach so meine Haut abnehmen irgendwie", erinnert sich die heute 29-Jährige weiter. Laut auszusprechen, was ihr passiert ist, empfand sie damals als extrem schwer.
Heute versuche sie anderen Betroffenen mitzugeben, wie wichtig es ist, sich jemandem mitzuteilen. "Wenn jemand das gerade hört, der sowas erlebt hat, sollte es auf jeden Fall irgendeiner Person anvertrauen. Es ist schon das schlimmste der Welt sowas zu erfahren. Und umso schlimmer ist es, wenn man damit alleine ist", appelliert Hüffer abschließend.
Die Sendung ist in der ARD-Mediathek abrufbar.