Einkaufszentrum feiert Jubiläum: Promis reisen persönlich an und werden kreativ
Hamburg - Die Europa Passage mitten in der Hamburger Innenstadt feiert in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres wurde am Donnerstag eine überdimensionale "XXL-20" enthüllt, die vor Ort mit individuell gestalteten Kunstwerken von verschiedensten Hamburger Persönlichkeiten und Institutionen sowie einigen Promis versehen wurde. Denn das Einkaufscenter wird auch gerne mal von den Stars zum Bummeln genutzt, wie sie TAG24 verrieten.
Einer von ihnen ist Paul Janke (44), der in guter alter Ex-Bachelor-Manier ein Bild mit einer selbstgebastelten Servietten-Rose beigesteuert hat.
"Ich bin Hamburger Jung und immer wieder gerne hier", betonte er im TAG24-Gespräch. Zum 10. Jubiläum war er sogar das Gesicht der Europa Passage: "Ich war in den U-Bahnen und auf all den Treppen", so der heure 44-Jährige stolz.
Und auch wenn er inzwischen auf Mallorca lebt, schlendere er bei Besuchen in der Hansestadt weiterhin gerne durch das Einkaufszentrum.
"Natürlich wird man erkannt, aber es gehört auch dazu und ist auch okay. Wenn ich Leuten damit eine Freude machen kann, macht es mich ja auch happy!"
Julian F. M. Stoeckel: "Ich bin eigentlich die uneheliche Tochter von Pablo Picasso"
Claudia Obert (64) steuerte – ganz ihrem Stil entsprechend – eine "Champagnerpuddel" bei. Die Passage selbst nutzt sie vor allem pragmatisch: "Ich gehe hier immer durch, wenn es regnet", so der Reality-TV-Star gegenüber TAG24. Das Hamburger Wetter sieht sie dabei auch als Erfolgsfaktor des Centers – doch egal ob Sonne oder Regen, ihr Favorit bleibt "die Eisdiele".
Für die Extraportion Glamour sorgt Julian F. M. Stoeckel (39) mit einer auffälligen Collage: "Ich habe ein sensationelles Kunstwerk erschaffen: Ich habe mit Glitzer Bilder aufgeklebt, geschrieben, Gemälde ausgewählt. Ich bin eigentlich die uneheliche Tochter von Pablo Picasso und Rembrandt ist quasi einer meiner Urgroßvorfahren", erklärte der Entertainer gegenüber TAG24.
Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit den "Walentowski Galerien" und der Kuratorin Susanne Colo als Zeichen dafür, dass gesellschaftliche Verantwortung viele Gesichter hat.
Weitere Kunstwerke haben unter anderem Hamburger Größen wie Otto Waalkes (77) und Udo Lindenberg (79) gestiftet, die am Donnerstag jedoch nicht anwesend waren. Am Ende der Aktion sollen die Bilder dann für den guten Zweck versteigert werden.
20 Jahre Europa Passage: "Wir mussten aufpassen, dass die Nachbarhäuser nicht in die Baugrube fallen"
Entworfen hat die Europa Passage vor rund 25 Jahren Architekt Hadi Teherani (72), der gegenüber TAG24 mit Stolz auf sein Schaffen zurückblickt.
"Es ist einfach toll, wenn es so gut angenommen wird und die Menschen das hier lieben", so Teherani. In Spitzenzeiten würden sogar bis zu 135.000 Besuchende durch das Center strömen: "Das ist eine ganze Stadt, die hier durchgeht – und das ist natürlich immer ein gutes Gefühl, weil du dann irgendwas richtig gemacht hast."
Ursprünglich hatte der Architekt noch größere Pläne: "Mein erster Entwurf war, hier eine große Rotunde zu bauen, wie so ein Guggenheim-Museum." Doch das Center sollte eher einer langgestreckten Straße ähneln und als wichtige Verbindung zwischen Innenstadt und Jungfernstieg dienen.
Die Umsetzung sei dabei alles andere als einfach gewesen, so der Architekt. "Die größte Herausforderung war, dass in der Baugrube die Nachbarhäuser nicht hereinfallen", so Teherani. Zudem mussten Grundwasser, U-Bahn-Verkehr und die enge Lage mitten in der Stadt berücksichtigt werden.
Heute besucht der Architekt "alle zwei Wochen" die Passage und zeigt sich weiterhin überzeugt vom eigenen Entwurf: "Ich würde es genauso wieder machen." Besonders die Details und das zeitlose Design hätten sich bewährt: "Ich finde, es sieht alle noch aus wie neu."
So sah die Europa Passage noch vor 25 Jahren aus
Seit der Eröffnung am 5. Oktober 2006 hat sich das Center laut eigenen Angaben zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Innenstadt entwickelt. Auf etwa 30.000 Quadratmeter Verkaufsfläche verteilen sich rund 120 Geschäfte über fünf Ebenen. Und was laut Teherani viele nicht wissen: "Es sind noch einmal rund 35.000 Quadratmeter mit dem Bürogebäude obendrauf, und darunter geht es zusätzlich über fünf weitere Geschosse bis zum Parkhaus."
Titelfoto: Tag24/Madita Eggers

