Bad Neuenahr-Ahrweiler (NRW) - Wo er war, war der Konflikt. Den Balkan und die Akteure, die ihn prägten, kannte er wie seine Westentasche. Zur Zeit der Kriege im ehemaligen Jugoslawien gab es um ihn als ARD-Korrespondenten kein Drumherumkommen. Jetzt hat das aufregende Leben von Friedhelm Brebeck (†91) ein Ende.
Das berichtete sein letzter Arbeitgeber, der Bayerische Rundfunk (BR), am vergangenen Sonntagabend.
Demnach ist Brebeck am Tag vorher im Alter von 91 Jahren in einem Pflegeheim in Bad Neuenahr-Ahrweiler verstorben. Für den BR arbeitete Brebeck zu Lebzeiten lange Zeit als Chefreporter und Auslandskorrespondent.
Seit dem Jahr 1973 wirkte der gebürtige Velberter beim Bayrischen Rundfunk und berichtete dabei von den unterschiedlichsten politischen Brennpunkten auf der ganzen Welt. Darunter beispielsweise aus Israel, dem Libanon, dem Iran und dem Irak.
Insbesondere zur Zeit der Balkankriege ab 1992 war Brebeck gar nicht mehr aus der Sendung der ARD wegzudenken. Er berichtete stets über die Lage vor Ort. Dabei entstanden seine Reportagen: "Vielfach in den Trümmern des Rundfunkgebäudes von Sarajevo, wo Studio, Feldküche und Feldbett in einem Raum lagen", so der Sender in seinem Bericht.
"Er war ein harter Hund im besten Sinne, hoch respektiert von allen, und er ist ein Vorbild für viele von uns. Mit Friedhelm Brebeck ist eine echte Reporterlegende gegangen", erklärt Thomas Hinrichs, Informationsdirektor des Bayrischen Rundfunks.
Hochwasser zerstört Hab und Gut der Fernsehgröße
Seine teils selbstlose Arbeit wurde später auch gebührend gewürdigt. So wurde Brebeck unter anderem mit dem Deutschen Kritikerpreis, dem bayrischen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis - dem wohl renommiertesten Medienpreis Deutschlands - ausgezeichnet.
Im Juli 2021 ereilte die Fernsehlegende ein schwerer Schicksalsschlag. Bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal verlor Brebeck große Teile seines persönlichen Eigentums. Seitdem lebte er in einem Pflegeheim.