Hypnose, Zauberei und ein Bankraub: "Die Unfassbaren" im Interview

Mainz - Zauberer Ben David und Hypnotiseur Christo füllen auf ihrer Tour als Magier-Duo "Die Unfassbaren" deutschlandweit die Hallen. Mit TAG24 sprachen sie über ihre Kunst, ihr Publikum und einen kuriosen Zufall.

Hypnotiseur Christo (l.) und Zauberer Ben David sind "Die Unfassbaren".  © PR/Die Unfassbaren

Wir trafen die beiden anlässlich eines Auftritts in Mainz, wo sie das Publikum mit ihrer Mischung aus Zauberkunst und Hypnose begeisterten. Ganz wichtig dabei: Die Zuschauer werden aktiv am Geschehen beteiligt.

Aber, so betonen Ben und Christo, niemand werde in ihrer Show vorgeführt, indem man etwa Menschen auf die Bühne holt, die dies gar nicht wollen. "Ich frage, wer möchte, und wer will, kommt auf die Bühne", sagt Hypnotiseur Christo.

Während den ersten Teil ihres Programms Ben David mit seinen verblüffenden Zaubernummern bestreitet, besteht der zweite Teil aus Christos Hypnose-Show.

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"Die Hypnose funktioniert nur über meine Stimme", sagt Christo

Christo hat einige Zuschauer in Hypnose versetzt.  © PR/Die Unfassbaren

Wie wird man überhaupt Hypnotiseur? "Ich kam zur Hypnose, weil ich eine Methode brauchte, durchs Abitur zu kommen", lacht der studierte Kirchenmusiker.

Nein, er habe als Kind einen Zauberkasten geschenkt bekommen und später einen Hypnotiseur auf der Bühne gesehen, was ihn sehr beeindruckte. Danach befasste er sich dann ausführlich mit der Thematik.

Hypnose sei ein veränderter Bewusstseinszustand, in dem man auf irgendetwas fokussiert ist, sagt er.

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"In meiner Show ist das meine Stimme. Die Hypnose funktioniert also nur über meine Stimme. Alles andere, was du da siehst – man berührt jemanden an der Schulter oder so etwas – ist nur Show", erklärt Christo.

Und er betont: "Du musst es aber wollen. Wenn du dich aktiv dagegen wehrst, dann geht's nicht. Dann habe ich da keine Chance."

Ben David: "Der direkte Kontakt mit dem Publikum ist uns sehr wichtig"

Im ersten Teil der Show verblüfft Ben David das Publikum mit seiner Zauberei.  © PR/Die Unfassbaren

Auch Ben David kam als Kind über einen Zauberkasten zur Magie. Es sei aber nur ein kleines Hobby von ihm gewesen. "Erst spät – so mit 16 – habe ich eine Zaubershow gesehen und dann hat es mich so gepackt und die Reise ging los", sagt er.

Auch wenn er nicht mit Christo als "Die Unfassbaren" unterwegs ist, tritt er als Zauberer auf, hat mehr als zwölf Jahre Erfahrung und 1500 Auftritte hinter sich.

Seine Vorbilder seien Siegfried und Roy. Las Vegas sei aber dennoch nicht das Ziel der beiden, sagt Ben. "Das ist mittlerweile so groß und so unpersönlich. Uns ist der direkte Kontakt zum Publikum sehr wichtig."

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"Die Unfassbaren" und der Banküberfall in Gelsenkirchen

Ben David (l.) und Christo präsentieren ihr Buch, das bei ihren Shows und im Onlineshop von "Die Unfassbaren" erstanden werden kann.  © PR/Die Unfassbaren

Und der Name "Die Unfassbaren", hat das irgendwas mit den gleichnamigen Hollywood-Filmen mit Jesse Eisenberg und Woody Harrelson zu tun? Nein, das sei Zufall, sagen die beiden. "Den Namen gab es schon etwas länger bei uns. Und die Filme heißen ja auch im Original 'Now You See Me'", erklärt Christo.

"Die Filme sind natürlich auch geil. Und als dann im vergangenen Jahr der neue Film herauskam, da hast du dann gesehen, wie häufig wir auf einmal bei Instagram getaggt wurden", freut sich Ben über den unbeabsichtigten Support durch den Blockbuster.

Im Zentrum der Filme um das "Die vier Reiter" genannte Zauberkünstler-Quartett stehen immer spektakulär von den Protagonisten inszenierte Diebstähle.

Da war es schon ein seltsamer Zufall, dass Christo und Ben David als "Die Unfassbaren" nur vier Tage nach dem Banküberfall in Gelsenkirchen im vergangenen Dezember – einem der spektakulärsten in der deutschen Kriminalgeschichte – genau dort auftraten.

"Da bin ich dann auf die Bühne und sagte: 'So, liebes Publikum: Wir sind wieder da'", lacht Christo.

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