Für Kinofilm über Manfred Krug: Produzent holt DDR-Requisiten aus der Uckermark nach Berlin

Berlin - Für einen Kinodokumentarfilm über den Schauspieler und Sänger Manfred Krug (1937–2016) sind zahlreiche Requisiten aus dem uckermärkischen Fürstenwerder an den Drehort nach Berlin gebracht worden.

Manfred Krug (1937-2016) wurde mit Rollen wie Rechtsanwalt Robert Liebling in der ARD-Serie „Liebling Kreuzberg“ zu einem der beliebtesten Schauspieler Deutschlands.  © Nestor Bachmann/dpa

Produzent Torsten Reglin stattete eine Altbauwohnung in Berlin-Charlottenburg mit historischen Alltagsgegenständen aus, um einen authentischen Erinnerungsraum für den Film zu schaffen, wie der "Nordkurier" berichtet.

Die Dokumentation, die im kommenden Jahr zum 90. Geburtstag Krugs in die Kinos kommen soll, zeichnet dessen Lebensweg von der Kindheit in Duisburg über seine Karriere in der DDR bis zur Übersiedlung in die Bundesrepublik 1977 nach.

Thematisiert werden unter anderem seine Arbeit als Schauspieler und Sänger, der Film "Spur der Steine", sein Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann (89) und seine späteren Erfolge mit Produktionen wie "Auf Achse", "Tatort" und "Liebling Kreuzberg".

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Gedreht wird unter anderem in einer Berliner Altbauwohnung, die nicht originalgetreu nachgebildet wurde, aber mit Gegenständen aus Krugs Nachlass sowie historischen Objekten ausgestattet ist.

Dazu gehören Schreibmaschinen, Radios, Fernseher, Telefone, Globen, Kinderhandwagen und ein silbernes Kaffeeservice. Ein Teil der Requisiten stammt aus dem Museumsdepot in Fürstenwerder, weitere wurden von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

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20 historische Koffer aus Fürstenwerder nach Berlin gebracht

Ein neuer Kinodokumentarfilm beleuchtet Krugs Leben und seine außergewöhnliche Karriere.  © Sebastian Kahnert/dpa

Besonderes Augenmerk legte das Filmteam auf eine Szene, die an Krugs Ausreise aus der DDR erinnert.

Dafür wurden rund 20 historische Koffer aus Fürstenwerder nach Berlin gebracht. Nach Angaben Reglins berichteten Krugs Kinder, die Familie habe damals in wenigen Tagen ihre Ausreise vorbereiten müssen und deshalb in Ost-Berlin zahlreiche Koffer zum Verpacken ihres Besitzes gekauft.

Regie führt Luzia Schmid (60), deren Dokumentarfilm über Hildegard Knef (1925-2002) im vergangenen Jahr erfolgreich im Kino lief. Produziert wird der Film von Ester-Reglin-Film in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

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Im Mittelpunkt stehen Archivmaterial und Interviews mit Krugs Kindern Daniel (62), Fanny (60) und Marlene (30) und weiteren Zeitzeugen.

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