Berlin - Im neuen Kinofilm "Der perfekte Urlaub" geht es wieder um Geheimnisse und Freundschaften, die auf eine harte Probe gestellt werden. Doch am Set hatten die Darsteller mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Im TAG24-Interview verraten Jessica Schwarz (49) und Wotan Wilke Möhring (59), warum Freundschaften Lügen verzeihen können und wie eisig es auf Mallorca tatsächlich wurde.
Können Freundschaften einen massiven Vertrauensbruch überstehen? Für Jessica kommt es vor allem darauf an, wie lange eine Freundschaft bereits besteht und wie schwer die Lüge wiegt. Besonders schwierig werde es, wenn man von anderen Menschen von einem Geheimnis erfahre anstatt direkt von der betreffenden Person.
Sie selbst sei allerdings überhaupt nicht nachtragend. "Ich finde es eher spannend, wieso dieser Mensch solche Probleme hat, mit mir darüber zu sprechen", betont sie. Auch ihr Kollege Wotan sieht im Nachtragen ein Problem. Es könne Menschen zusätzlich davon abhalten, sich zu öffnen und Geheimnisse anzuvertrauen.
Ob sie selbst Geheimnisse für sich behalten können, beantworten beide Schauspieler zunächst mit Ja. Doch Jessica Schwarz räumt ein, dass es durchaus darauf ankomme, worum es geht. Wenn jemand ihr ausdrücklich sage, dass eine Angelegenheit wirklich ernst sei, würde sie darüber schweigen. Bei anderen Dingen könne es dagegen schon einmal passieren, dass sie doch ausgeplaudert würden.
Wotan unterscheidet dabei zwischen persönlichen Erlebnissen und Geschichten über Dritte. Schließlich wolle er sich nicht mit jemandem gegen eine andere Person verbünden, ohne überhaupt zu wissen, ob die Geschichte stimmt.
Eine Sache stellt er aber klar: Wenn ihn jemand ausdrücklich um Verschwiegenheit bittet, sei das Geheimnis bei ihm zu "100 Prozent" sicher.
Von 38 Grad zu minus drei: Der Dreh wurde zur Zitterpartie
Doch nicht nur die Geheimnisse der Filmfiguren sorgten für Spannung. Auch die Dreharbeiten verlangten dem Team einiges ab. Denn obwohl die Geschichte sommerliches Urlaubsfeeling verspricht, spielte das Wetter offenbar alles andere als mit.
Jessica erinnert sich, dass das Team in der zweiten Augustwoche für die Proben anreiste. Zu diesem Zeitpunkt herrschten noch Temperaturen von bis zu 38 Grad. Danach sei es stetig kälter geworden. Hinzu kamen ungewöhnliche Wetterlagen und Stürme. "Wir hatten immer mal wieder Drehunterbrechungen, weil wir mit Wetter zu kämpfen hatten", so die 49-Jährige.
Besonders frostig wurde es gegen Ende der Dreharbeiten. "Bei dem letzten Essen, was wir dort hatten, waren minus drei Grad", erzählt die TV-Bekanntheit. Und das ausgerechnet in Sommerkleidung! Damit die Beteiligten bei den eisigen Temperaturen überhaupt durchhielten, kamen teilweise Heizdecken unter den Tischdecken zum Einsatz.
Trotz der Wetterkapriolen blickt Wotan positiv auf die Zeit zurück: "Wir sind viel rumgereist, da nicht jeden Tag gedreht worden konnte. Man konnte somit viel aus der Zeit machen."