Mit Hijab zur Wahl: Macht diese Berlinerin bei Miss Germany 2026 das Rennen?
Berlin - Bei der Wahl zur Miss Germany 2026 setzt Kandidatin Büsra Sayed mit Hijab, Humor und einer klaren Botschaft ein Zeichen.
Die Berlinerin erreicht auf Social Media mit ihrem Beiträgen über 130.000 Menschen. Darin spricht sie offen über Rassismus-Erfahrungen – und hält der Gesellschaft mit viel Humor den Spiegel vor.
Aufgewachsen in einer Kleinstadt habe sie früh gemerkt, dass ein Hijab in Deutschland oft mehr als nur ein Kleidungsstück sei. "Er wird schnell zur Projektionsfläche", sagt Sayed. Doch statt sich davon einschüchtern zu lassen, nutzt sie ihre Reichweite, um über Vielfalt und Selbstbestimmung zu sprechen.
Auch in der Mode wollte sie etwas verändern. Lange habe sie sich von großen Labels nicht vertreten gefühlt. Also begann sie, auf Instagram Modest-Outfits zu posten – Mode für Frauen, die sich bewusst für mehr Körperbedeckung entscheiden – mit Erfolg.
2023 gründete sie schließlich ihre eigene Modest-Fashion-Marke Caramella. Ihre Botschaft: Frauen mit Hijab sollen sich nicht nur akzeptiert, sondern sichtbar und stark fühlen.
Büsra Sayeds Ziel ist die Selbstbestimmung und Gleichberechtigung für Frauen – mit und ohne Hijab
Mit dieser Mission trat Sayed auch beim Casting zur Miss Germany an. In nur 90 Sekunden musste sie Jury und Publikum von sich überzeugen.
Für sie ist der Wettbewerb längst kein klassischer Schönheitscontest mehr, sondern eine Plattform für Frauen die Verantwortung übernehmen.
Die Deutsch-Türkin setzt sich gegen Rassismus sowie für mehr Selbstbestimmung und Gleichberechtigung für Frauen ein – mit und ohne Hijab. Und mit einem Augenzwinkern hat sie noch ein weiteres Anliegen: den Kampf gegen "steigende Dönerpreise".
Ob sie damit die Jury überzeugt und Miss Germany 2026 wird, zeigt sich am Vorabend des Weltfrauentags – live auf Sixx und im Stream bei Joyn.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

