Von Christian Grube
Leipzig - Die 90er sind untrennbar mit dem Eurodance verbunden. Einer der wichtigsten Produzenten und Musiker dieser Zeit ist ohne Frage Alex Christensen (58). Am Donnerstagabend war der Hamburger zusammen mit dem Berlin Orchestra in der Leipziger Quarterback Immobilien Arena zu Gast.
Mit Projekten wie U96 und dem Welthit "Das Boot" prägte er den Sound einer ganzen Generation – ein Einfluss, der bis heute in der elektronischen Musik spürbar ist. Seit einigen Jahren hat Christensen nun seine Nische in der Kombination von Elektro und Klassik gefunden.
Gut 1500 Zuschauer kamen, um sich 30 Jahre in die Vergangenheit beamen zu lassen, und feierten Christensen frenetisch. Ohne Umschweife wurde mit einem Hitprogramm losgelegt, das seinesgleichen sucht.
Ob Scatman John, ATC mit "Around the World", "Freed from Desire" oder Songs von Gigi D’Agostino – das Berlin Orchestra brachte die Stimmung der 90er perfekt rüber.
Wie viel davon tatsächlich live von der Bühne kam oder als Backingtrack vom Band eingespielt wurde, ließ sich dabei nicht eindeutig feststellen.
Ränge der Quarterback Arena nur spärlich besetzt
Während der Innenraum gut gefüllt war, blieben die Ränge leider nur spärlich besetzt. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch.
Sowohl Frontmann Christensen als auch die Sängerinnen Yass (39) und Ex-DSDS-Teilnehmerin Linda Teodosiu (34) gaben Vollgas. Auch die Musiker des Orchesters blieben nicht regungslos auf ihren Sitzen, sondern animierten das Publikum, das sich bereitwillig mitreißen ließ.
Nach gut zwei Stunden Hitfeuerwerk endete die Zeitreise durch Eurodance und Pop der 90er.
Viele Bands aus dieser Zeit sind heute nicht mehr aktiv - durch das Classical Dance Projekt hält Alex Christensen die Musik am Leben.