Arctic Monkeys verwandeln Hamburger Sporthalle in pogenden Dancefloor

Hamburg - Die Arctic Monkeys haben die Sporthalle Hamburg am Donnerstagabend in einen einzigen Dancefloor verwandelt. TAG24 war für Euch mittendrin.

Alex Turner (37), Lead-Sänger der Arctic Monkeys, setzte die Sonnenbrille in der Hamburger Sporthalle nur selten ab. (Archivbild)
Alex Turner (37), Lead-Sänger der Arctic Monkeys, setzte die Sonnenbrille in der Hamburger Sporthalle nur selten ab. (Archivbild)  © Peter PARKS / AFP

Nach ihrem Auftritt in München am Dienstag bewies die Band aus Sheffield, dass die Indie-Röhre auch in Hamburg zumindest noch nicht vollständig eingemottet wurde.

Dabei füllten sich die Steh- und Sitzplätze gleichermaßen mit jenen Fans, die schon zum Debütalbum 2006 die Hallen gestürmt hatten, sowie mit solchen, die nun 17 Jahre später noch am Eingang ihren Ausweis vorzeigen mussten.

Mit der irischen Band Inhaler hatten sich die Arctic Monkeys außerdem die perfekte Vorband ausgesucht: einstimmender Indie-Sound, aber unaufgeregter als der Hauptact und noch dazu ein bisschen geheimnisvoll: "Ist der Sänger wirklich der Sohn von Bono?", wurde in den Reihen gemurmelt.

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Ja, ist er! Elijah Hewson (23) bedankte sich höflich beim Publikum fürs Zuhören ("Ihr habt ja auch keine andere Wahl"), bevor er Platz machte für Alex Turner (37), Jamie Cook (37), Matt Helders (36) und Nick O'Malley (37).

Mit "Sculptures of Anything Goes" ließen es die Monkeys zunächst mystisch-ruhig angehen, bevor sich die Hamburger Sporthalle, in der sich vor wenigen Tagen noch Dieter Bohlen vor teils leeren Rängen abgemüht hatte, in eine pogende und Bierbecher werfende Menge verwandelte.

Groß wurde die Band aus Sheffield im Indie-Hype der Nullerjahre. Dass der inzwischen abgeklungen ist, verrät nicht zuletzt ein Blick auf die Liste ihrer meistgestreamten Songs auf Spotify.

Auf mehr als eine Milliarde Streams bringen es da gleich drei Songs der mittleren Monkeys-Jahre, die bereits ein bisschen moderner daherkommen: "I Wanna Be Yours", "Do I Wanna Know", "Why'd You Only Call Me When You're High?", durften an diesem Abend natürlich auch nicht fehlen.

Die Arctic Monkeys touren im April und Mai durch Europa

Disco, Soul und Indie: Am Donnerstag gab es von allem ein bisschen

Die Arctic Monkeys sorgten in Hamburg für Indie-Nostalgie und jede Menge Coolness. (Archivbild)
Die Arctic Monkeys sorgten in Hamburg für Indie-Nostalgie und jede Menge Coolness. (Archivbild)  © Peter PARKS / AFP

Mit ihrem aktuellsten und siebten Studioalbum "The Car" haben sich die Arctic Monkeys noch einmal weiterentwickelt. Sie sind sanfter geworden, legen mehr Fokus auf den Gesang und Feuerzeugmomente, statt auf dreckige Gitarrenriffs.

Am Donnerstag bekam das Publikum daher auch ein bisschen von allem: etwas Disco, etwas Soul, etwas Indie-Nostalgie und natürlich jede Menge Coolness von Alex Turner, der sich nur hier und da beim Publikum für die "nette Stimmung" bedankte, bevor das Saallicht über der tanzenden Menge wieder anging.

Nach ihren Auftritten in München und Hamburg, spielen die Arctic Monkeys auf ihrer Europa-Tournee auch noch Konzerte in Berlin (2. Mai), Oberhausen (3. Mai), und Frankfurt (8. Mai). Vereinzelt sind noch Restkarten zu haben.

Titelfoto: Peter PARKS / AFP

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