Dresden - Während die Temperaturen am Samstag an der 40-Grad-Marke kratzten, heizten Kraftklub den Fans im Rudolf-Harbig-Stadion ein. Ein gigantisches Spektakel vor mehr als 30.000 Zuschauern. Außergewöhnlich: Danach hüpften die Chemnitzer Bandmitglieder ordentlich nass geschwitzt erst einmal ins Außenbecken des Georg-Arnhold-Bades.
Ja, das haben schon die Toten Hosen vorgemacht: Im Juni 2018 waren die Punkrocker nach ihrem Konzert im Stadion ins benachbarte Freibad gestiegen - allerdings unerlaubt.
Eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch war die Folge. Die Musiker entgingen den Ermittlungen, indem Sänger Campino kurzerhand 5000 Euro für die Bäderbetriebe spendete.
Doch diesmal lief alles anders, weiß Bäder-Sprecher Lars Kühl (50): "Sie haben vorher einen Antrag gestellt und es war alles abgesprochen." Also machte die fünfköpfige Band um Sänger Felix Kummer (37) noch in weißen Tour-Outfits kurzerhand Köpper ins Becken.
Damit nach dem schweißtreibenden Konzert nicht doch einer untergeht, "war Personal vor Ort, das alles abgesichert hat", erklärt Kühl.
Was hat die Aktion Kraftklub gekostet? Das will niemand verraten!
Etwa eine Stunde planschten die Jungs aus Chemnitz dann nachts im Dresdner Kultbad. Dabei "sind auch keine Schäden entstanden", betont der Bäder-Sprecher.
Doch darf jetzt jeder einen Antrag stellen, nachts ins Arnhold-Bad zu hüpfen? "Das eher nicht. Wir haben ja sehr viele Anfragen und entscheiden es immer im Einzelfall."
Wie viel genau die Band für ihren Exklusivtermin löhnen musste, verschweigen die Bäderbetriebe.
Lars Kühl: "Das kann ich nicht beantworten. Das ist immer unterschiedlich und wird nach personellem Aufwand entschieden." Eine Anfrage an die Musiker zu ihrer coolen Planschaktion blieb unbeantwortet.