Linkin Park bei Rock im Park: Emotionales Comeback – aber nicht ohne Kritik

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Nürnberg - Rund 70 Konzerte an drei Tagen, 80.000 Festivalfans auf dem Gelände – doch auf diesen Auftritt warteten viele ganz besonders: Am Sonntagabend kehrte die US-Rockband Linkin Park nach zwölf Jahren als Headliner zu Rock im Park (RiP) zurück. TAG24 war live vor Ort und fing diesen ganz besonderen Gänsehautmoment ein.

Emily Armstrong (40) feierte auf der "Rock im Park"-Bühne.
Emily Armstrong (40) feierte auf der "Rock im Park"-Bühne.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Erstmals trat die Band mit Sängerin Emily Armstrong (40) auf dem Festival auf – nachdem sich Frontmann Chester Bennington 2017 das Leben nahm.

Der Platz vor der "Utopia Stage" war restlos gefüllt. Zuvor hatte dort die US-amerikanische Rock- und Metalband Papa Roach performt und die Stimmung bereits ordentlich angeheizt. Fans tummelten sich schon an den Ausgängen und in den umliegenden Bereichen, denn bei dem ausverkauften Festival wollte niemand das große Comeback verpassen.

Mit dem Wetter hatten die Feierwütigen am Sonntagabend auf alle Fälle schon mal gewonnen. Trocken, nicht zu kalt und nicht zu warm – perfekte Voraussetzungen also!

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Für viele Zuschauer war es das erste Mal, die Songs von Linkin Park mit weiblicher Stimme zu hören. Die Neubesetzung ermöglicht es der Band, weiterzuexistieren und das musikalische Erbe von Chester Bennington auf der Bühne fortzuführen. Die Meinungen dazu gehen allerdings auseinander.

Beim Auftritt am Sonntag wirkte es teilweise so, als würde Linkin Park das Publikum nicht so richtig abholen. Zwar war die Stimmung bei den Klassikern weiterhin stark, bei den neuen Songs kam Emily Armstrong stimmlich aber deutlich besser zur Geltung. Ein Besucher beschrieb den Auftritt gegenüber TAG24 zur Halbzeit sogar als "langweilig" – autsch!

Die Band begeisterte am Sonntagabend.
Die Band begeisterte am Sonntagabend.  © Daniel Karmann/dpa

Für Limp Bizkit wird auf Linkin-Park-Finale verzichtet

Teilweise waren Mikrofon und Instrumente auch zu leise eingestellt – so wirkte es zumindest auf einige Zuschauer. Dabei handelte es sich aber vermutlich eher um ein technisches Problem. Trotzdem ärgerlich bei so einem Main-Act wie Linkin Park.

Dennoch schmetterten die Zuschauer die altbekannten Songs lautstark mit und feierten bis in die hintersten Reihen. Auch außerhalb des Geländes wurde zu "The Emptiness Machine" und Co. mitgesungen – ganz ohne Ticket. Mit etwas Glück konnte man sogar einen kleinen Blick auf die Bühne erhaschen.

"Ich bin seit 2018 jedes Jahr auf Rock im Park", so eine Besucherin zu TAG24. Nur 2020 und 2021 musste aufgrund der Pandemie ausgesetzt werden. Linkin Park habe sie allerdings noch nie live gesehen. "Ziemlich geil, nur bisserl leise", so ihr kurzes Fazit.

Im Anschluss ging Rock im Park mit der Nu-Metal-Band Limp Bizkit in die finalen Startlöcher. Um sich auf der "Mandora Stage" einen guten Platz zu sichern, verließen einige vorausschauende Besucher bereits bei dem Song "Numb" das Set von Linkin Park.

Das Festival war 2026 komplett ausverkauft.
Das Festival war 2026 komplett ausverkauft.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Zudem konnte man so den Bierduschen und Moshpits in der Menge bei Linkin Park entgehen. Die Sorge vor möglichen Drängeleien nach dem letzten Song war unbegründet. Die Masse setzte sich fließend in Bewegung. Und trotz Tonpanne und nicht gänzlich überzeugender Show wirkten die Fans sehr glücklich – nach zwölf Jahren des langen Wartens auch gut verständlich.

Nach all den männlichen Energien auf den RIP-Bühnen war es zudem eine willkommene Abwechslung, auch mal eine Frauenstimme über dem Dutzendteich vernehmen zu können.

Titelfoto: NEWS5 / Ferdinand Merzbach

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