Kult-Rapper Prinz Pi beendet seine Karriere: Das steckt dahinter

Berlin - Das war's! Der Berliner Rapper Prinz Pi (46, bürgerlich: Friedrich Kautz) will nach seiner bereits angekündigten Abschiedstour keine neue Musik mehr veröffentlichen.

Prinz Pi (46) findet, dass seine Musik einfach nicht in den Streaming-Kosmos passe.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Er würde am liebsten "noch zehn weitere Touren und zehn weitere Alben machen, aber das läuft leider nicht", sagte der Musiker in einem Video auf seinem Instagram-Kanal.

Als Grund nannte der Rapper die veränderten Bedingungen in der Musikbranche. Im Streaming-Zeitalter lasse sich mit dem Verkauf von Alben und Singles nicht mehr direkt Geld verdienen. Die Musikwelt habe sich "extrem gewandelt", sagte der gebürtige West-Berliner. Seine Musik passe nach eigener Einschätzung nicht mehr "zum Zeitgeist". Daran könne und wolle er sich nicht anpassen.

Die Entscheidung falle ihm schwer, erklärte der Musiker. Der Gedanke, unter seine Karriere einen Schlussstrich zu ziehen, habe ihn emotional sehr mitgenommen. "Ich war die letzten Jahre sehr, sehr traurig, weil es natürlich für keinen Musiker schön ist, seine Karriere beenden zu müssen", gab er Einblick in sein Seelenleben. Über seine Zweifel habe er lange bewusst nicht öffentlich gesprochen.

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Prinz Pi hatte zuvor bereits eine Abschiedstour für den Herbst 2026 angekündigt. Dabei möchte das Deutschrap-Urgestein seine gesamte Diskografie präsentieren. Ferner sollen mehrere ältere Alben erstmals oder erneut auf Vinyl erscheinen.

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Prinz Pi gelingt 2013 der große Durchbruch

Der Rapper nennt sich seit 2005 Prinz Pi.  © Fritz Elsmann/Sony Music Germany/dpa

Mit der Abschiedstour endet eine Karriere, die Ende der 1990er-Jahre in der Berliner Rap- und Graffiti-Szene begann. Damals trat der Künstler unter dem Namen Prinz Porno auf. Von 2002 bis 2004 war er beim Berliner Untergrund-Label Royal Bunker unter Vertrag.

Im Jahr 2005 änderte er seinen Künstlernamen in Prinz Pi. In seinen Texten beschäftigte er sich zunehmend mit gesellschaftlichen und politischen Themen.

Seinen kommerziellen Durchbruch schaffte er 2013 mit dem Album "Kompass ohne Norden". Es erreichte Platz eins der deutschen Charts und wurde mit Gold ausgezeichnet.

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