München - 2005 begann Stefan Mross (50), das Schlagerformat "Immer wieder sonntags" im Ersten zu moderieren. Dass plötzlich nach 21 Jahren Schluss sein soll, traf ihn völlig unerwartet.
"Ich dachte eigentlich, mein Produzent und ich würden uns mit den Senderverantwortlichen zu Gesprächen darüber treffen, wie wir für die Zukunft der Sendung planen wollen. Ich hatte beste Laune", erinnert sich der Moderator im Interview mit der "Bild".
Dann fielen ihm jedoch die SWR-Unterhaltungschefin und ein Mann auf, die ebenfalls am Tisch saßen. "Ganz förmlich. Ich witzelte noch: 'Oha, das schaut ja nach Kündigung aus.'"
Doch niemand lachte. Und ihm wurde schnell erklärt, warum. Man hätte ihm dann "knallhart ins Gesicht" gesagt, dass es das Format nach der laufenden Staffel nicht mehr geben werde.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten war von heute auf morgen das Ablaufdatum festgesetzt worden. Doch dem Schock sollte eine noch größere Frechheit folgen.
Plan B hat bereits 60 Termine: "Immer wieder Stefan"
Denn die beiden hätten dann nur Minuten später "allen Ernstes" von ihm verlangt, dass er vorformulierte Zitate freigeben soll. Damit es in der Presseerklärung so wirkt, als hätte man die Entscheidung gemeinsam getroffen. Einvernehmlich.
Es kam ihm gar nicht in den Sinn, seine Unterschrift unter die entsprechenden Papiere zu setzen, damit der Sender sein Gesicht besser wahren könne.
Mit seiner Partnerin Eva musste er erst einmal ins Freie, um den Schock zu verarbeiten.
Es flossen Tränen. Bei beiden - und später auch bei den Mitarbeitern, die nun ihre Jobs verlieren würden.
Doch inzwischen macht er aus dieser Not eine Tugend: Ab 2027 geht er mit seinem eigenen Konzept "Immer wieder Stefan" auf Tour. 60 Termine sollen bereits feststehen.