Alexander Zverev erstmals im Wimbledon-Finale, jetzt steht sein Gegner fest
London - Der nächste Grand-Slam-Titel ist zum Greifen nah! Alexander Zverev (29) steht nur wenige Wochen nach seinem langersehnten French-Open-Triumph erstmals im Wimbledon-Finale. Dort wartet am Sonntag der Weltranglisten-Erste Jannik Sinner (24).
Im Halbfinale am Freitag schlug der Hamburger den Briten und Lokalmatadoren Arthur Fery (23) mit 7:6 (7:0), 6:2, 6:4 glatt in drei Sätzen. Der Wildcard-Inhaber und Weltranglisten-114. hatte völlig überraschend die Runde der letzten vier Spieler erreicht.
Entsprechend ging Zverev als klarer Favorit in das Match auf dem Centre Court, musste sich aber naturgemäß nicht nur gegen den Underdog, sondern auch gegen das britische Publikum behaupten - was ihm auf beeindruckende Weise gelang.
Zwar unterliefen ihm zu Beginn noch einige unnötige Fehler, als es darauf ankam, war der 29-Jährige aber da: Im Tie-Break ließ er Fery keine Chance und holte sich mit 7:6 den wichtigen ersten Satz.
Im zweiten Satz ließ die Nummer drei der Weltrangliste schließlich gar keine Zweifel mehr daran aufkommen, wer den Court als Sieger verlassen würde. Schnell führte er mit 4:1 und ließ sich diese Führung nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein 6:2.
Alexander Zverev trifft im Finale von Wimbledon auf Jannik Sinner
Auch im dritten Satz bestätigte der Hamburger seine bärenstarke Form aus den vorherigen Runden - nicht umsonst hatte ihn Tennis-Legende Michael Stich (57) vor wenigen Tagen als besten Spieler des diesjährigen Wimbledon-Turniers bezeichnet.
Nach 2:13 Stunden Spielzeit war es schließlich so weit: Zverev nutzte seinen ersten Matchball, holte sich den dritten Satz und damit das Match. Den Erfolg quittierte er mit einem breiten Grinsen, aber keinem überschwänglichen Jubel.
Im Finale am Sonntag (17 Uhr/kostenlos bei Prime Video) wartet nun allerdings ein richtiger Brocken auf den 29-Jährigen.
Im zweiten Halbfinale ließ Titelverteidiger Sinner dem Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic (39) keine Chance und triumphierte ebenfalls glatt in drei Sätzen (6:4, 6:4, 6:4).
Erstmeldung: 17.03 Uhr, aktualisiert: 19.42 Uhr
Titelfoto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

