Alexander Zverev vor Gericht: Prozess gegen Tennis-Star eingestellt

Berlin: Das ging schnell: Der Prozess gegen Alexander Zverev (27) ist am Freitagvormittag schon am dritten Verhandlungstag eingestellt worden.

Alexander Zverev (27) hat am Freitag einen wichtigen Sieg vor Gericht errungen.
Alexander Zverev (27) hat am Freitag einen wichtigen Sieg vor Gericht errungen.  © Jean-Francois Badias/AP/dpa

Das Amtsgericht Tiergarten stellte das Verfahren gegen eine Geldauflage ein. Demnach muss der 27-Jährige insgesamt 200.000 Euro zahlen, entgeht jedoch einer Verurteilung. Seine Zustimmung zu der Zahlung kommt keinem Schuldeingeständnis gleich.

Damit wurde auch der Strafbefehl vom Oktober 2023 über 450.000 Euro gegen Zverev aufgehoben. Die Zahlung war zunächst ohne Prozess gegen ihn verhängt worden. Dagegen erhob er Einspruch, weshalb es zur Gerichtsverhandlung kam.

Der Tennisprofi, der zurzeit bei den French Open um den Titel kämpft und am Freitagnachmittag in Paris um den Einzug ins Finale spielt, hat über seine Anwälte in die Einstellung eingewilligt.

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"Alexander Zverev hat dieser Einstellung über seine Verteidigerin zugestimmt, allein um das Verfahren - vor allem im Interesse des gemeinsamen Kindes - abzukürzen", hieß es in einem Pressestatement der renommierten Anwaltskanzlei Schertz Bergmann.

Anwälte von Alexander Zverev und Brenda Patea erzielen außergerichtliche Einigung

Brenda Patea (30) hat sich nach ihrer Aussage am Montag krankgemeldet.
Brenda Patea (30) hat sich nach ihrer Aussage am Montag krankgemeldet.  © Jens Kalaene/dpa

Seine Ex-Freundin Brenda Patea (30) hatte den Olympiasieger beschuldigt, sie im Mai 2020 im Flur ihrer gemieteten Airbnb-Wohnung in Berlin gegen eine Wand gedrückt und gewürgt zu haben.

Die 30-Jährige, die auch als Nebenklägerin in dem Prozess auftrat, soll laut Staatsanwaltschaft im Anschluss unter Atemnot und heftigen Schmerzen gelitten haben, die mehrere Tage angehalten hätten.

Die Verteidigung hatte diese Anschuldigungen vehement zurückgewiesen und als frei erfunden bezeichnet. Sie habe damit ihre Forderungen im Zusammenhang mit einem Streit um Sorgerecht und Unterhalt für die gemeinsame Tochter durchsetzen wollen.

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Die ehemalige GNTM-Teilnehmerin hatte am Montag rund zweieinhalb Stunden unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt und sich im Anschluss krankgemeldet. Daraufhin habe es laut Richterin Barbara Lüders in den vergangenen Tagen Gespräche zwischen den Parteien gegeben, die letztendlich zu einer außergerichtlichen Einigung führten. Dieser habe dann auch die Staatsanwaltschaft zugestimmt.

Alexander Zverev zeigte sich bereits zu Prozessauftakt siegessicher: "Ich glaube, dass ich dieses Verfahren nicht verlieren werde. Das ist absolut ausgeschlossen." Er sollte recht behalten.

Erstmeldung von 10.02 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 11.01 Uhr.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa, Jean-Francois Badias/AP/dpa (Bildmontage)

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