Amanda Knox: "Engel mit den Eisaugen" hat Baby zur Welt gebracht

New York - Die US-Amerikanerin Amanda Knox (34) wurde als "Engel mit den Eisaugen" berühmt. Jahrelang wurde ihr vorgeworfen, ihre frühere Mitbewohnerin ermordet zu haben. Sie selbst zeigte sich oft seltsam distanziert und unterkühlt, was ihr schließlich diese Bezeichnung einbrachte. Nun hat die 34-Jährige Nachwuchs bekommen.

Amanda Knox (34) mit ihrer neugeborenen Tochter: "Sie verdient die Privatsphäre und Autonomie, die mir verweigert wurde".
Amanda Knox (34) mit ihrer neugeborenen Tochter: "Sie verdient die Privatsphäre und Autonomie, die mir verweigert wurde".  © Screenshot Instagram @amamaknox

Auf ihrem Instagram-Kanal enthüllte Amanda Knox dass ihre Tochter Eureka Muse gesund und munter zur Welt gekommen ist. Mutter und Kind sind zusammen auf einem Foto zu sehen.

Um ihr Privatleben zu schützen, enthüllte sie ihre Schwangerschaft erst vor ein paar Wochen und postete die schönsten Bilder der vergangenen neun Monate innerhalb weniger Tage.

Die Fans und Follower gratulierten der 34-jährigen Autorin und ihrem Ehemann Christopher Robinson. Kaum jemand erinnert in den Kommentaren noch an Amandas tragische Vergangenheit.

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2007 studierte sie an einer italienischen Universität in Perugia und teilte sich mit der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher eine Wohnung.

Am 1. November 2007 wurde Meredith in der Wohnung getötet. Die Polizei beschuldigte Amanda und ihren damaligen Freund Raffaele Sollecito des Mordes.

Vier Jahre lang saß Amanda im Gefängnis, verurteilt wurde sie ursprünglich zu 26 Jahren. Der vorzeitige Freispruch erfolgte aufgrund eines Mangels an Beweisen. Bis heute konnte der Mordfall nicht eindeutig aufgeklärt werden, weil sich italienische Ermittler und Beamte massive Fehler leisteten - etwa, indem sie den Tatort versehentlich mit fremder DNS kontaminierten.

Erst 2015 wurden Amanda und Raffaele endgültig von der Anklage des Mordes freigesprochen. 2019 erhielt Amanda dank des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte eine Entschädigung vom italienischen Staat in Höhe von 18.000 Euro - weil sie womöglich von Polizisten geschlagen und während des Prozesses unter Druck gesetzt wurde.

Erste Schwangerschaft des "Engels mit den Eisaugen" endete tragisch

2016 veröffentlichte Netflix sogar einen Dokumentarfilm über den "Engel mit den Eisaugen", an dem Amanda auch selbst mitwirkte. Was jedoch damals 2007 wirklich in der Wohnung in Perugia geschah, ist bis heute unklar.

"Sie verdient die Privatsphäre und Autonomie, die mir verweigert wurde", schrieb Amanda anlässlich der Geburt ihres Kindes. "Ich weiß, dass ich meine Tochter nicht zu 100 Prozent vor der Art der Behandlung schützen kann, die ich erlitten habe, aber ich tue mein Bestes. Deshalb wird dies auch das einzige Bild von ihr sein, das ich jemals in den sozialen Medien teilen werde."

Zugleich verriet Amanda auch, dass sie bereits vorher schon einmal schwanger war, jedoch eine Fehlgeburt erlitt.

Titelfoto: Screenshot Instagram @amamaknox

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