Berlin - Über Krankheiten wird noch immer zu wenig gesprochen. Doch warum ist das so? Hans Sigl (56) verrät am Rande einer Charity-Veranstaltung gegenüber TAG24: Die größte Hürde ist die Angst.
"Menschen haben Angst, weil sie es nicht einschätzen können, weil man nicht genug informiert ist", so "Der Bergdoktor". Viele würden sich mit Krankheiten gar nicht beschäftigen wollen, weil das Thema belastend sei.
Gerade bei Vorsorgeuntersuchungen wie Darmspiegelungen gebe es noch immer große Hemmungen. Dabei werde vielen Menschen mit zunehmendem Alter erst bewusst, dass sie eben nicht unverwundbar sind. "Die Unverwundbarkeit, die schwindet aber dann", sagt der Schauspieler.
Dass eine Darmspiegelung nicht zwangsläufig eine unangenehme Erfahrung sein muss, schildert er sogar mit einem Augenzwinkern. Sein Arzt habe vor dem Termin zu ihm gesagt: "Herr Sigl, es wird ein Happening."
"Und so war es", erinnert sich der Schauspieler lachend.
Um Berührungsängste abzubauen, setzt der TV-Star auf Aufklärung. So erinnert er an eine aufwendig dokumentierte Herz-Operation, die er vor einigen Jahren in einem Herzzentrum nahe Berlin begleitet hatte. "Das haben wir gemacht, um Menschen aufzuklären, damit man weiß, was da eigentlich passiert, um dieses Stigma zu entkräften", erklärt Sigl.
Hans Sigl wollte benommen aufs Fahrrad steigen
An Vorsorgetermine erinnert werden muss Sigl nach eigener Aussage übrigens nicht. "Ich bin ein durchaus autarker Mann. Ich denke selber an meine Vorsorge, ich gehe selber hin", betont er.
Ganz ohne Hilfe ging es nach der Untersuchung dann aber doch nicht. Nach der Magen-Darm-Spiegelung sei er noch etwas benommen gewesen.
"Ich wäre mit dem Fahrrad nach Hause gefahren, weil ich dachte, dass ich mit dem Fahrrad gekommen war", erzählt Sigl.
Stattdessen hat seine Frau bereits auf ihn gewartet: "Zum Glück hat die mich mitgenommen", witzelt der TV-Star.