Berlinale-Regisseur Çatak sorgt sich um Meinungsfreiheit: "Ernstzunehmende Gefahren"

Von Julia Kilian, Sabrina Szameitat und Lisa Forster

Berlin - Der Regisseur Ilker Çatak (42) zeigt sich mit Blick auf die Meinungsfreiheit in Deutschland beunruhigt.

Regisseur Ilker Çatak (42) läuft mit seinem neuen Film "Gelbe Briefe" im Wettbewerb der Berlinale.  © Monika Skolimowska/dpa

"Es gibt bestimmte Themen, da können Sie gar nicht so schnell schauen, wie sie weg vom Fenster sind. Es gibt eine Engführung des Meinungskorridors", sagte der deutsche Filmemacher im Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Sein neuer Film "Gelbe Briefe" läuft im Wettbewerb der Berlinale. Das Drama thematisiert das Leben eines türkischen Künstlerpaares unter den Repressionen der türkischen Regierung. "Gelbe Briefe" hat heute Premiere bei den Filmfestspielen. Çatak feierte mit seinem Film "Das Lehrerzimmer" Erfolge und wurde für einen Oscar nominiert.

Sein neuer Film solle auch in Deutschland zur Reflexion anregen, sagte er: "Eine Message des Films ist auch: Wir in Deutschland fühlen uns wahnsinnig wohl, wenn wir die Zustände in anderen Ländern anprangern können." Der Blick nach innen fehle.

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"Wie gehen wir damit um, dass es diese Verengung im Meinungskorridor gibt? Wie gehen wir damit um, wenn irgendwann eine AfD-Regierung die Kulturpolitik in der Hand hat? Das sind ernstzunehmende Gefahren, die auch hierzulande stattfinden."

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Im Wettbewerb der Berlinale konkurrieren diesmal 22 Filme um den Goldenen Bären. Die Filmfestspiele waren am Donnerstagabend in Berlin eröffnet worden.

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