Bushido spricht über extreme Angstzustände: "Ich bin teilweise nicht mehr rausgegangen"

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Berlin/Grünwald - Monatelang bestimmte die Angst sein Leben: Rapper Bushido (47) verrät jetzt, wie ihn heftige Angstzustände zeitweise komplett aus der Bahn warfen.

Bushido (47) litt nach mehreren Schickssalsschlägen unter einer psychischen Belastung.
Bushido (47) litt nach mehreren Schickssalsschlägen unter einer psychischen Belastung.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Du weißt selbst, dass bei mir meine Angstzustände extrem schlimm waren, dass ich teilweise nicht rausgegangen bin", erzählt der 47-Jährige in der aktuellen Folge von "Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi" seiner Frau. Zeitweise schaffte er es kaum noch, die Wohnung zu verlassen.

Auslöser für die psychische Belastung waren gleich mehrere schwere Schicksalsschläge. Während die Ehe des Paares auf der Kippe stand und sich Bushido und Anna-Maria rund ein halbes Jahr trennten, kämpfte der Musiker gleichzeitig mit der Angst, seine Familie endgültig zu verlieren.

Seiner Frau fiel sein Rückzug damals zwar auf, doch sie deutete ihn zunächst als Desinteresse. Dass hinter seinem Verhalten massive Angstzustände steckten, wusste sie nach eigenen Angaben nicht. Die ohnehin angespannte Beziehung wurde dadurch zusätzlich belastet.

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Die Angst habe auf ihm gelegen "wie eine Bleiweste bei der Röntgenaufnahme". Erst als er professionelle Hilfe annahm, begann sich seine Situation langsam zu verbessern.

Im vergangenen Jahr ging der Rapper nach eigenen Angaben sogar sieben Tage pro Woche zur Therapie. Inzwischen besucht er seine Therapeutin noch einmal wöchentlich.

Unfall von Bushidos Sohn verändert alles

Seit dem Unfall seines Sohnes begleitet Bushido die Angst, dass jederzeit wieder etwas Schlimmes passieren könnte.
Seit dem Unfall seines Sohnes begleitet Bushido die Angst, dass jederzeit wieder etwas Schlimmes passieren könnte.  © Screenshot/Instagram/anna_maria_ferchichi

Besonders quälte ihn ein Gedanke: Seine Kinder könnten künftig ohne beide Eltern aufwachsen. Obwohl er während der Trennung eine eigene Wohnung hatte, stand er oft schon morgens gegen sechs Uhr wieder vor der Tür des Familienhauses. Seine Kinder sollten möglichst nichts von der Krise mitbekommen.

Als wäre die Trennung nicht Belastung genug gewesen, folgte der nächste Schock. Sohn Djibi (12) verunglückte während eines Sommerurlaubs schwer. Der Junge stürzte von einem sogenannten Wasser-Sofa, das hinter einem Boot hergezogen wurde. Dabei verletzte ein Seil seinen Arm so schwer, dass er notoperiert werden musste.

Dieses Erlebnis habe ihn nachhaltig verändert, erzählt Bushido. Seitdem falle es ihm schwer, unbeschwert durchs Leben zu gehen. Die Sorge, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren könne, sei seit dem Unfall ständig präsent.

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Heute scheint die schwere Zeit überwunden. Bushido und Anna-Maria leben wieder gemeinsam mit ihrer Familie in Grünwald bei München. Im Podcast betont der Rapper, dass die Krise ihre Beziehung am Ende sogar verändert habe. "Es ist etwas Gutes aus der Krise hervorgegangen", sagt er.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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