Nach Union-Besuch: Bushido will Hertha BSC aus "Sonnenbank Flavour" streichen

Berlin - Es ist ein absoluter Klassiker und einer der berühmtesten Tracks von Bushido (45): "Sonnenbank Flavour"! Ganze 17 Jahre ist es schon her, als der Erfolgsrapper den Song veröffentlichte. Fans von Hertha BSC ist vor allem eine Zeile in Erinnerung geblieben: "Nitro Glycerin, meine Live-DVD, Ich bin für Berlin, Hertha BSC".

Bushido (45) besuchte am Dienstag das Champions-League-Spiel des 1. FC Union Berlin.
Bushido (45) besuchte am Dienstag das Champions-League-Spiel des 1. FC Union Berlin.  © Joerg Carstensen/dpa

Eine Zeile, die Konzertbesucher so wohl nicht mehr zu hören bekommen: "Wenn ich irgendwann in meinem Leben noch einmal 'Sonnenbank Flavour' performen würde, würde ich zwei Stellen ändern. Eine davon ist Hertha BSC", verriet der Musiker im Podcast "Backstage".

Der Grund: Der 45-Jährige hatte vergangenen Dienstag Unions erstes Champions-League-Heimspiel gegen Sporting Braga auf Einladung von Kevin Volland (31) live im Olympiastadion verfolgt - und danach heftigen Gegenwind der Hertha-Fans bekommen.

"Nachdem ich dieses Video aus dem Olympiastadion gepostet habe, dachte ich mir nur: Was ist denn jetzt passiert? Ist der Capital-Bra-Disstrack rausgekommen und ich habe es nicht mitbekommen? Warum bekomme ich jetzt Beleidigungen? Die Hertha-Fraktion hat das wirklich extrem negativ aufgefasst."

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Normalerweise trägt Hertha seine Heimspiele im Olympiastadion aus. Den Stadtnachbarn im eigenen Stadion zu sehen, ist daher besonders schmerzhaft. Dass Bushido, der vorher noch nie auch nur annähernd als Union-Fan aufgefallen ist, jetzt aus ihrer Sicht die Seiten gewechselt hat, können die Herthaner daher nicht verstehen.

Bushido liebt Fußball, ist aber kein Fan von einem Verein

Bushido würde zu jedem Berliner Verein gehen, sollte dieser in der Champions League spielen.
Bushido würde zu jedem Berliner Verein gehen, sollte dieser in der Champions League spielen.  © Sebastian Willnow/dpa

Der Polizeischutz-Rapper stellt aber klar: "Ich liebe Fußball. Ich bin kein Anhänger einer bestimmten Mannschaft."

Auch wenn er von Unions Fankultur schon viel gehört habe, es ihm bislang aber vergönnt war, auch in der Alten Försterei vorbeizuschauen, lag der Grund seines Besuchs weniger an Union, sondern vielmehr an der Königsklasse: "Wenn eine Berliner Mannschaft Champions League spielt, geh' ich da hin! In welchem Stadion ist mir auch Schnuppe."

Den Abend inklusive der grandiosen Atmosphäre hatte der Rapper zumindest. Er will das von Kevin Volland geschenkte Trikot auch in Zukunft "mit Stolz tragen" und gibt der Alten Dame noch einen mit: "Ich nehme gerne die Hasskommentare der Hertha-Fans in Kauf. Union hat mich unglaublich überzeugt. Ich freue mich, irgendwann mal auch in der Alten Försterei sein zu können. Ich brauche kein Olympiastadion, das kann Hertha in der 2. Liga gerne behalten."

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Die Blau-Weißen dürfen den Verlust Bushidos allerdings mehr als verkraften können. Union hingegen darf sich über einen klassischen "Erfolgsfan" freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Titelfoto: Joerg Carstensen/dpa

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