Collien Fernandes bei Caren Miosga: "Nur 2,4 Prozent der digitalen Gewalt wird angezeigt"

Berlin - Collien Fernandes (44) fordert in Deutschland strengere Gesetze gegen digitale Gewalt. In der ARD-Sendung "Caren Miosga" erzählt sie, was sie selbst erlebt hat und welche Ziele sie verfolgt.

Collien Fernandes (44) war am Sonntagabend in der Sendung von Caren Miosga (56) zu Gast.  © Claudius Pflug/NDR/dpa

"Nur 2,4 Prozent der digitalen Gewalt wird angezeigt. Man muss sich nicht wundern, dass wir dieses riesige Dunkelfeld haben", erklärt die 44-Jährige gegenüber Caren Miosga (56).

Zur Erinnerung: Von Fernandes wurden über viele Jahre hinweg Fake-Profile unter ihrem Namen in sozialen Netzwerken erstellt. Vor etwa zwei Wochen machte sie dann öffentlich: Ihr Ex-Mann, Christian Ulmen (50), soll hinter der Verbreitung sogenannter Deepfakes gesteckt haben.

"Es wurde immer flirtiver - und dann irgendwann kamen Videos und Fotos, die so wirken sollten, als habe ich mich selbst beim Sex gefilmt oder nackt fotografiert", so die Schauspielerin in der TV-Show.

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Nun fordert sie eine Verschärfung der derzeit diskutierten Gesetzespläne. In Spanien gebe es bereits weitaus härtere Strafen für all diese Dinge, die in erster Linie Frauen betreffen.

"Sowohl die häusliche Gewalt als auch die digitale Gewalt", meint Collien.

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Collien Fernandes fordert längere Meldefristen

Gegenüber Caren Miosga (56) macht Collien Fernandes (44) deutlich: Tätern muss man Grenzen aufzeigen.  © Claudius Pflug/NDR/dpa

Fernandes erklärte, dass ihrer Ansicht nach die heimliche Verbreitung intimer Aufnahmen sowie von Deepfakes, also mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugten intimen Inhalten, strafbar gemacht werden sollte.

"Das finde ich wichtig, dass man den Tätern ganz klar zeigt: Das geht so nicht", so die TV-Bekanntheit.

Konkret verlangt Collien längere Meldefristen bei Fällen häuslicher Gewalt. Die aktuell gültige Frist von drei Monaten sei zu kurz.

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Im Anschluss an das Gespräch mit Fernandes führte Miosga ein Gespräch mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (57, SPD). Auch sie räumt ein: "Wir stehen nicht da, wo wir stehen müssten. Wir haben Strafbarkeitslücken. Das liegt auf der Hand."

Zudem gibt sie zu, dass es schon Bestrebungen gab, aber sie nicht schnell genug vorangekommen seien.

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