Klartext von Collien Fernandes über Ex Ulmen: "Hat ihn geil gemacht, mich jahrelang zu erniedrigen"

Berlin - Nach der Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) wegen digitaler und physischer Gewalt hat Collien Fernandes (44) ein eindringliches Statement auf Instagram veröffentlicht. Darin geht es nicht zuletzt um die Frage nach dem "Warum?".

Collien Fernandes (44) hat ihr Schweigen gebrochen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Christian Ulmen habe sie aus sexueller Lust über Jahre gedemütigt, schrieb Fernandes in ihrem Beitrag. Das habe er ihr selbst gestanden - nachdem sie im November 2024 Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt hatte.

Ulmen habe ihr gesagt, er habe "aus einer Art Besitzdenken heraus" so gehandelt, so die 44-Jährige. "Weil er mich besitzt (ich bin schließlich seine Ehefrau) könne er mich anderen Männern zum Sex zur Verfügung stellen. Die Degradierung habe ihm Lust bereitet! Es habe ihn geil gemacht, mich jahrelang zu erniedrigen", hieß es weiter.

Laut ihren Schilderungen soll der "Jerks"-Darsteller Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt haben, um Männern gefälschte Nacktfotos und Sexvideos zu schicken – auch zu Telefonsex mit KI-Stimme und später gecancelten Verabredungen zu Sextreffen sei es gekommen. Das perfide Spiel habe über zehn Jahre angedauert.

Unter ihrem Namen seien außerdem Fake-Accounts auf Plattformen wie LinkedIn angelegt worden, die sich eng mit ihrem beruflichen Umfeld vernetzten, vor allem mit Männern.

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Collien Fernandes: "Hunderten von Männern habe ich in dieser Zeit Nacktfotos und Sexvideos 'von mir' geschickt, 'meinen' gespreizten nackten Schritt, 'meinen' nackten Körper." Mit 30 Männern habe ihr Ex-Mann unter ihrem Namen eine intensive Online-Affäre geführt - teils über Jahre.

Besonders erschreckend: eine "erotische Geschichte", die Ulmen verbreitet haben soll, in der Fernandes von 21 Männern vergewaltigt wird, weinend und schmerzerfüllt um Gnade fleht. "Die Geschichte endet damit, dass ich nach der Gruppenvergewaltigung noch eine Weile regungslos und spermaverschmiert auf dem Boden liege."

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Das erschütternde Statement auf Instagram

Nur zufällig erfährt Fernandes von dem Geschehen

Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen (50) wiegen schwer.  © Soeren Stache/dpa

Kenntnis von dem Ganzen erlangte Collien Fernandes demzufolge erst vor einigen Jahren, als ein Produzent bei einem Mittagessen ihre "Konversation" ansprach. 2023 machte Fernandes das Thema öffentlich und drehte die ZDF-Doku "Deepfake-Pornos – Die Jagd nach den Tätern".

Doch der Täter fuhr fort, bis Plattformen die Accounts sperrten. Die weiten Reisen im Rahmen der Recherche für die Doku seien im Nachhinein nicht nötig gewesen, schrieb Fernandes. "Denn der Täter war die ganze Zeit über ziemlich nah. Sein Name: Christian Ulmen."

Ihr Beitrag endet mit einem Appell: "Sexualisierte Gewalt ist bittere und knallharte Realität. Sie findet tagtäglich unter uns, sogar in den eigenen Schutzräumen, statt. Es reicht!"

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Christian Ulmen hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

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