"Die Höhle der Löwen"-Investor Frank Thelen plaudert aus dem Nähkästchen: Das war sein größtes Minus-Geschäft

Köln/Bonn - Bei der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" zeigt Frank Thelen (50) Folge für Folge sein unternehmerisches Geschick. Doch auch der erfahrenste Investor liegt nicht immer richtig. 

Hat bei allem Erfolg auch schon berufliche Rückschläge erfahren: Investor Frank Thelen (50).
Hat bei allem Erfolg auch schon berufliche Rückschläge erfahren: Investor Frank Thelen (50).  © Carsten Koall/dpa

Das hat der gebürtige Bonner am eigenen Leib erfahren. Auf die Frage, nach seine größten Fehlentscheidung in seiner Karriere muss Thelen nicht nachdenken: "Rein finanziell: dass ich meine Lilium-Aktien nicht verkauft habe, als sie liquide wurden", verrät er gegenüber der BILD-Zeitung. 

Das Flugtaxi-Unternehmen ging später in die Insolvenz - sein Investment war damit unwiederbringlich verloren. "Das hat mich über 100 Millionen Euro an privatem Vermögen gekostet."

Trotzdem bereut er seine Entscheidung nicht. "Geld ist halt auch nicht alles. Emotional war das für mich richtig", erklärt Thelen. Er habe schließlich fest daran geglaubt, dass das Projekt funktionieren kann.

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"Ich habe geglaubt, dass wir die Flugtaxis an den Start bekommen. Deswegen habe ich die Aktien nie verkauft. Aber finanziell war es natürlich ein Fehler", räumt der 50-Jährige ein.

Frank Thelen würde seinem jüngeren Ich ein anderes Vorgehen empfehlen

Frank Thelen (v.l.n.r.) bewertet gemeinsam mit Judith Williams (54), Dagmar Wöhrl (71), Carsten Maschmeyer (66), Janna Ensthaler (42) und Ralf Dümmel (59) in der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" Start-ups.
Frank Thelen (v.l.n.r.) bewertet gemeinsam mit Judith Williams (54), Dagmar Wöhrl (71), Carsten Maschmeyer (66), Janna Ensthaler (42) und Ralf Dümmel (59) in der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" Start-ups.  © RTL / Boris Breuer

Das Investieren selbst gehört für ihn schon fast sein ganzes Berufsleben zum Alltag - mit allen Vor- und Nachteilen.

"Ich bin im Private Market groß geworden", berichtet Thelen, der insbesondere zu Beginn seiner Laufbahn jeden verfügbaren Euro direkt in seine eigenen Start-ups gesteckt hat.

"Da arbeitest du operativ mit, baust Produkt und Team auf, kümmerst dich um Vertrieb. Das war auch unser Erfolgsgeheimnis", so Thelen.

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Inzwischen sei ihm aber bewusst geworden, wie groß das Risiko war, das er damals eingegangen ist. "Das war ein Wild Ride. Es hat funktioniert, war aber auch sehr riskant."

Seinem jüngeren Ich würde er daher ein anderes Vorgehen empfehlen: "Breit gestreut investieren, regelmäßig kaufen, bei Rückgängen nachlegen und sich nicht verrückt machen lassen", rät Thelen.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa

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