Ikkimel sagt USA-Auftritt ab: "Das ist inakzeptabel"
Berlin - Ikkimel (28) hat ihren geplanten Auftritt beim renommierten "South by Southwest"-Festival in Austin, Texas, abgesagt. Als Gründe nannte die Rapperin in einem Statement die politischen Entwicklungen in den USA und den Iran-Krieg.
"Das aktuelle politische Klima und die Entscheidungen in der Außenpolitik der USA sind inakzeptabel. Konsequenterweise sage ich meinen Auftritt ab", schrieb Ikkimel in ihrer Instagram-Story. Ursprünglich war ihr Auftritt am 15. März im Rahmen des Musik- und Kulturfestivals geplant.
Ikkimel, die ihre oft provozierenden Texte immer auch als feministisch versteht, betonte, dass ihre Entscheidung ein bewusster, friedenspolitischer Akt sei. "Ich bin generell gegen Krieg", betonte die 28-Jährige. Ihre Absage sei eine direkte Konsequenz aus dieser Haltung.
Weiter hieß es: "Ich verabscheue und verurteile Länder, die Kriege beginnen, zutiefst und stehe persönlich für menschliche Toleranz, sozialen Zusammenhalt, Solidarität und Liebe."
Gleichzeitig erklärte die Berlinerin, dass sie sich darauf gefreut hätte, auf einem Festival zu spielen, "bei dem sich die Menschen frei fühlen, sich wohlfühlen und gegenseitige Werte und Gefühle von menschlicher Toleranz und Frieden teilen sollten".
Ikkimel richtet Worte an US-Fans
An ihre Anhänger in den USA richtete Ikkimel die Worte: "An alle meine amerikanischen Fans: Ich liebe euch alle, ich weiß auch, dass ihr überhaupt keinen Krieg wollt. Bleibt stark."
Das "South by Southwest"-Festival in Austin zählt zu den wichtigsten internationalen Kulturveranstaltungen, bei denen jedes Jahr Hunderte Künstler aus aller Welt auftreten.
Mit ihrer Absage reiht sich Ikkimel in eine wachsende Zahl von Musikern ein, die ihre Plattform nutzen, um politische Haltung zu zeigen.
Auch Ski Aggu (28, "Party Sahne") hatte kürzlich seine diesjährige USA-Tour und das bereits fast ausverkaufte Konzert in New York abgesagt.
"Aus politischen Gründen", so der Berliner Rapper.
Titelfoto: David Hammersen/dpa

