Hamburg - Es wird wieder ermittelt! Schauspielerin Malaya Stern Takeda (28) geht in der ZDF-Krimi-Reihe "Ein Fall für Conti" als Staatsanwältin erstmals an der Seite von Désirée Nosbusch (60) auf Verbrecherjagd. Mit TAG24 hat die 28-Jährige vorab über den neusten Fall, ihre Kollegin und ihre Beziehung zu Hamburg gesprochen.
TAG24: Moin Malaya! In der neuen Folge von "Ein Fall für Conti" kämpfst Du erstmals Seite an Seite mit Conti. War das eine große Umstellung für Dich?
Malaya Stern Takeda: Es war keine so große Umstellung. Conti war für Henry immer eine Art Mentorin. Und auch wenn es an der Oberfläche so aussah, als würden sie gegeneinander kämpfen, so waren sie eigentlich auch immer so ein bisschen wie Sparring-Partner. Es war jetzt aber mal ganz schön, nicht gegeneinander zu sein. Auch hinter den Kulissen mit Désirée zu arbeiten ist ein absolutes Vergnügen.
TAG24: Du hast es angesprochen. Wie ist es denn an der Seite einer so erfahrenen Schauspielerin wie Désirée Nosbusch zu arbeiten?
Takeda: Großartig! Désirée ist so ein herzlicher Mensch. Ich bin Halb-Amerikanerin, und sie wohnt ja in den USA. Für mich bedeutet sie auch ein Stück weit Heimat. Sie hat eine wahnsinnig amerikanische Ausstrahlung, ist offen, optimistisch und nahbar.
Malaya Stern Takeda verrät: Das macht ein guter Krimi für sie aus
TAG24: Kannst Du mal aus Deiner Sicht beschreiben, worum es in dem neuesten Fall geht?
Takeda: Ich bin richtig glücklich darüber, dass ich das gar nicht so schnell in Worte fassen kann, weil Autor Lukas Thiem komplexe Geschichten aufstellt. Es sind verschiedene Stränge, die letztlich zu einem Fall zusammenführen. Mit der Zeit kommen immer mehr Details raus. Am Anfang denkt man: Ok, es wurde eine Frau entführt. Und mehr weiß man erstmal gar nicht.
TAG24: Désirée Nosbusch hat mal gesagt: "Conti fängt da an, wo andere Krimis aufhören. 'Ein Fall für Conti' ist nicht der klassische Krimi." Was macht denn für Dich einen guten Krimi aus und wie viel steckt davon in der Serie?
Takeda: Ich finde, einen guten Krimi macht aus, wenn man nicht denkt: Oh, ich gucke jetzt einen Krimi, ich gucke im besten Fall einfach einen guten Film. Da sehe ich den Figuren zu, wie sie scheitern, träumen, lieben. Mir geht es gar nicht darum, zu verstehen, wer war es denn jetzt. Mir geht es nicht um die Lösung, sondern mir geht es dabei darum, mich in diese Figuren zu verlieben und mit ihnen zu träumen, mitzufiebern und für sie das Beste zu wollen.
Schauspielerin Malaya Stern Takeda hat eine besondere Beziehung zu Hamburg
TAG24: Du bist Schauspielerin geworden und spielst eine aufstrebende Staatsanwältin. Für viele junge Frauen ist das ein Traumberuf. Hättest Du Dir so etwas auch im echten Leben vorstellen können und wie viel Malaya steckt in der Rolle?
Takeda: Ich bin sehr, sehr anders als Henry. Mein Traumjob ist ja Schauspielerin, und ich bin froh, dass ich ganz viele Jobs "probieren" darf, indem ich Schauspielerin bin. Ich musste mich nie entschieden, was ich werden wollte. Als Schauspielerin darf ich gefühlt alles mal sein. Aber als Staatsanwältin oder Juristin sehe ich mich nicht.
TAG24: Gedreht wurde in Hamburg. Gab es vorher schon Verbindungen zur Stadt?
Takeda: Lustigerweise habe ich kurz vor dem ersten Fall 2022 ein längeres Projekt, "Love Addicts" für Amazon Prime, in Hamburg gedreht. Das war aber auch mein erstes Mal überhaupt in Hamburg. Da hatte ich direkt acht Monate am Stück verbracht. Mittlerweile finde ich Hamburg richtig, richtig toll und habe mich in der Stadt verliebt.
TAG24: Verrätst Du uns auch Deinen schönsten Ort?
Takeda: Bei meinem Freund natürlich.
TAG24: Vielen Dank für das Interview.