Eva Habermann nahm 15 Kilo zu: "Man sollte meiner Figur ihre Depressionen (...) ansehen"

Hamburg/Berlin - Blond, schlank und schön. Das sind drei Attribute, mit denen die norddeutsche Schauspielerin Eva Habermann (46) oft in Verbindung gebracht wird. Dass sie auch anders kann, bewies sie in ihrem mehrfach preisgekrönten Film "Die wahre Schönheit".

Eva Habermann (46) leidet seit 25 Jahren selbst an Depressionen.
Eva Habermann (46) leidet seit 25 Jahren selbst an Depressionen.  © Georg Wendt/dpa

Für die Rolle der nach einem Unfall ans Bett gefesselten "Mona" verließ Eva Habermann ihr typisches Rollenbild und zeigte Mut zur 'Hässlichkeit'.

Statt einfach auf einen professionellen Maskenbildner zu setzen, half die schöne Blondine selbst nach und nahm für das Engagement innerhalb eines halben Jahres 15 Kilogramm zu.

"Man sollte meiner Figur ihre Depressionen und ihren übermäßigen Alkoholkonsum ansehen", erklärte sie jetzt der "Bild am Sonntag". "Der Zuschauer sollte erkennen, dass sie aufgedunsen ist und sich nicht mehr pflegt."

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Es sei für die ehemalige "Schwarzwaldklinik"-Ärztin ein Selbstexperiment gewesen. "Was passiert, wenn ich mir mal alle Attribute wegnehme, für die ich sonst besetzt werde?"

Wie sie das geschafft hat? Sie habe einfach alles das gegessen, worauf sie Lust hatte. Schade eigentlich, dass sie das sonst nicht kann. Der Druck nach angeblicher Perfektion scheint trotz des Trends zur "Body-Positivity" nach wie vor hoch zu sein.

Kein Wunder also, dass die 46-Jährige die zusätzlichen Kilos wieder loswerden musste/wollte. Insgesamt habe sie dafür knapp drei Jahre gebraucht. Geschafft habe sie das unter anderem durch kleinere Portionen, verriet sie der Zeitung.

Außerdem verzichtete sie auf Alkohol, Zucker und schränkte ihren Kohlenhydrate-Konsum stark ein.

Eva Habermann leidet an Depressionen

Eva Habermann (46) selbst leidet ebenfalls unter Depressionen.
Eva Habermann (46) selbst leidet ebenfalls unter Depressionen.  © Georg Wendt/dpa

Eva Habermann selbst leidet ebenfalls unter Depressionen. Das verriet sie Harald Schmidt (65) im Gespräch. Mit 21 Jahren trat die Krankheit bei ihr zum ersten Mal auf.

"Damals, bei meiner ersten Depression, war ich noch sehr hilflos, also man lernt dann doch über das Leben dazu, wie man besser damit umgehen kann, wenn man wieder in so einer Phase ist. Bei mir ist es schon eher der Fall, dass diese Phasen wiederkommen. Ich hab einfach die Veranlagung dazu."

Habermann versuchte auch, ihre Probleme mit Alkohol zu betäuben, wollte besser drauf sein. Merkte aber, dass es zu nichts führt. "Das erschöpft einen noch mehr und das kostet noch mehr Kraft. Ich hatte nie ein Alkoholproblem."

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Sieben Jahre später hatte sie erneut eine Depression und fand in einer Klinik Hilfe.

Auch ihre Mutter habe unter schweren Depressionen gelitten.

Leidet Ihr an Depressionen und sucht Hilfe? Dann meldet Euch bei der Telefonseelsorge 0800 11 10 111. Ihr kennt jemanden, der unter einer Depression leidet und wollt das Gespräch suchen? Tipps und Hilfe bekommt Ihr unter gesundheitsinformation.de.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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