Ex-Bayern-Star Lell über Ballack-Affäre: "Irgendwann gab es nichts mehr zu verzeihen"
München - Über 15 Jahre nach den Schlagzeilen um Michael Ballack (49) und seine damalige Lebensgefährtin hat sich Ex-Bayern-Star Christian Lell (41) überraschend versöhnlich zu dem Skandal geäußert.
In einem Instagram-Post erklärte der gebürtige Münchner, warum er nicht mehr mit Wut auf die damalige Affäre blickt. "Irgendwann habe ich verstanden, dass es eigentlich nichts zu verzeihen gibt", schrieb er in seinem Beitrag.
Die Geschichte hatte 2010 für großen Wirbel gesorgt. Damals berichteten mehrere Medien über eine angebliche Affäre zwischen Ex-DFB-Kapitän Ballack und Lells damaliger Partnerin Daniela, die zu diesem Zeitpunkt schwanger war.
Ballack und Lell kannten sich aus gemeinsamen Zeiten beim FC Bayern München. Zwischen 2003 und 2006 spielten sie beide zusammen für den Deutschen Rekordmeister.
Das machte die Gerüchte damals besonders pikant, zumal Lell öffentlich Andeutungen über persönliche Enttäuschungen machte. Ballack selbst äußerte sich nie ausführlich zu den Vorwürfen.
Heute blickt Lell mit Gelassenheit zurück. Früher habe er oft "in der Reaktion", "in Wut" und "im Ego" gelebt, erklärt er in seinem Statement. Mittlerweile verstehe er menschliches Verhalten anders.
Christian Lell spricht auf Instagram über Ballacks Affäre mit seiner Ex-Partnerin
Christian Lell: "Heute wünsche ich wirklich jedem nur das Beste"
"Je mehr ich begonnen habe, Zusammenhänge zwischen Nervensystem, Gedanken, Fokus und Bewusstsein zu verstehen, desto mehr Frieden kam in mein Leben. Nicht, weil plötzlich alles perfekt war. Sondern weil ich aufgehört habe, gegen die Vergangenheit zu kämpfen", so Lell.
"Die meisten Menschen tun Dinge nicht, weil sie bewusst zerstören wollen – sondern weil sie es in diesem Moment nicht besser wissen oder nicht besser können."
Statt Hass oder Opferrolle stehe heute Frieden im Mittelpunkt seines Denkens.
"Deshalb wünsche ich heute jedem Menschen nur das Beste im Leben. Wirklich jedem", beendet der 41-Jährige sein emotionales Statement.
Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

