Fiona Erdmann wehrt sich gegen Dubai-Kritiker: "Finde es ehrlich gesagt erschreckend"
Berlin - Das lässt Fiona Erdmann (37) nicht auf sich sitzen. Das Mitgefühl der Deutschen mit den Dubai-Influencern lässt zumindest zu wünschen übrig. Sie sind plötzlich mittendrin im Krisengebiet, doch der anfängliche Schock ist längst überwunden. Die Influencer betonen, wie sicher sie sich im Bling-Bling-Emirat fühlen.
Die PR-Maschine läuft auf Hochtouren, so der Vorwurf. Selbst von einem Maulkorb ist die Rede. Davon will Fiona Erdmann nichts wissen. Auf Instagram wendet sich die Dreifach-Mama gegen die Kritiker.
Sie stellt klar: Eine Vereinbarung oder gar Bezahlung, um positiv über Dubai zu sprechen, gibt es nicht: "Schön wär's. Wenn das tatsächlich so wäre, wären wahrscheinlich viele von uns längst reich und müssten keinen anderen Job mehr machen."
Auch einen Vertrag, in dem sich die Netz-Bekanntheiten dazu verpflichten, nichts Negatives über Dubai zu schreiben, gebe es demnach nicht. "Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich habe einen solchen Vertrag noch nie gesehen, geschweige denn unterschrieben. Und ich kenne auch niemanden, der jemals dafür bezahlt wurde, einfach nur positiv über Dubai zu reden."
Dass das überhaupt so viele glauben, kann die ehemalige GNTM-Kandidatin nicht nachvollziehen: "Irgendwo stellt jemand in Deutschland diese These auf, und plötzlich springen viele darauf auf, ohne zu hinterfragen, ob daran überhaupt etwas dran ist."
Fiona Erdmann flüchtete mit den Kindern in den Oman
Was die Beauty aber nicht erwähnt: Es war nicht irgendjemand, sondern Jan Böhmermann (45), der das Ganze in seiner Sendung aufgedeckt hat – und das schon vor fünf Jahren. Demnach dürfen Influencer in dem Protz-Staat nur arbeiten, wenn sie die nötige Lizenz bekommen – und sich damit den Regeln des Emirats beugen.
Dass es keine kritischen Töne gibt, kann zum einen daran liegen, dass der Staat tatsächlich alles unter Kontrolle hat, aber auch daran, dass Kritik am Staat verboten ist. Aus Fiona Erdmanns Sicht, die selber vor den Raketen in den Oman geflohen ist, gibt es aber auch nichts Negatives zu berichten.
"Ganz ehrlich: In vielen anderen Ländern würden jetzt längst Supermärkte leer geräumt werden und überall Panik herrschen. Hier blieb es ruhig ... und manchmal sagt genau das mehr über ein System aus als jede Schlagzeile im Internet!"
Kein Verständnis hat die 37-Jährige für den Spott oder all die Kommentare, dass es die Richtigen treffen würde: "Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend, dass manche in solchen Momenten nichts Besseres zu tun haben, als Negativität zu verbreiten, statt einfach einen Moment innezuhalten und sich zu fragen, wie es Menschen in dieser Situation gerade wirklich geht. Denn wenn Menschen Angst um ihre Familie haben, sollte Empathie selbstverständlich sein, nicht Schadenfreude."
Titelfoto: Altaf Qadri/AP/dpa, Instagram/Fioana Erdmann

