Jetzt wird's wild! Fynn Kliemann erobert Mini-Insel vor Rügen

Rügen - Der Lost Place vor der Ostseeinsel Rügen wird bald zum Spielplatz für große Jungs! Fynn Kliemann (38) hat sich Genossenschaftsanteile gesichert und gestaltet die Mini-Insel mit, wie der Influencer TAG24 verriet.

Anfang Juni wurde die künstliche Insel Ostervilm für 64.000 Euro versteigert.  © TAG24/Tobias Bruns

Kliemann begeistert Hunderttausende Follower mit kindsköpfiger Ingenieurskunst. Sein nächstes Projekt führt den Gründer des Kliemannslandes in den Greifswalder Bodden. Dort wartet eine rund 710 Quadratmeter große, mit Vogelkot bedeckte Beton-Spielwiese auf den kreativen Tüftler.

Der Weg zu der ehemaligen Entmagnetisierungsstation führte allerdings über Umwege. Und das, obwohl der Musiker schon früh von dem Verkauf erfahren hat.

"Das haben mir Hunderte Leute bei Instagram geschickt. Super Radar für coole Sachen", so der 38-Jährige gegenüber TAG24.

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"So was will man natürlich sofort haben. Aber ist schon special, so eine Insel. Alleine die Fahrt immer dahin. Ich habe schon mal lange an einer einsamen Alm geplant, aber einsam war da eben auch die Auffahrt. Es gab keine Straße dahin. Also konnte ich auch kein Material hintransportieren. Ging nur mit dem Helikopter. So ähnlich ist das mit der Insel ja auch", erläutert der Musiker.

Ein weiteres Hindernis: Die Insel wurde versteigert. "Da hatte ich erst mal keine Lust mehr. Ich mag keine Versteigerungen."

Dann aber gründete Unternehmer Daniel Pflieger eine Genossenschaft und bot Anteile der Insel an. Die Idee: 1000 Menschen kaufen Anteile für je 999 Euro und werden dadurch Mitbesitzer der Insel.

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Fynn Kliemann rechnet mit vielen Problemen

Fynn Kliemann (38) sicherte sich zwei Anteile für jeweils 999 Euro.  © Instagram/fimbim

Das kam bei dem gebürtigen Zevener (Niedersachsen) offenbar gut an. Kliemann schlug zu und sicherte sich zwei Anteile. Jetzt lautet der Auftrag: die marode Mini-Insel gemeinsam mit der Genossenschaft zu Eden Island machen.

Das dürfte für den kreativen Heimwerker eine deftige Herausforderung werden - im aktuellen Zustand wäre der Name Elend Island zutreffender.

Welche Rolle der YouTuber genau spielen wird, ist noch nicht ganz klar. "Das wird sich alles ergeben. Das Projekt ist einfach bisschen zu heftig für eine Partei. [...] Am Ende hat jede und jeder von uns so viele coole Leute in seinem Telefonbuch und damit echt 'ne Lösung für jedes Problem. Davon wird's hier nämlich 'ne Menge geben", befürchtet Kliemann.

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Unlösbar sind diese aber offenbar nicht. Mitte August war das Team, das sich der Insel angenommen hat, vor Ort. Laut Pflieger konnte man unter anderem bereits Ingenieure, Juristen und Experten aus dem Wasserbau an Bord holen.

Nach einer Besichtigung der Insel seien sich die Fachmänner sicher, dass die Ostervilm zwar in desolatem Zustand wäre, aber definitiv zu retten sei, so Pflieger.

Fast die Hälfte der Genossenschaftsanteile ist verkauft

Für die Sanierung der Plattform rechnet das Team mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro.  © TAG24/Tobias Bruns

Über 450 Anteile an der Insel seien außerdem bereits reserviert worden.

Zur angepeilten Summe von 1,5 Millionen Euro für die Sanierung fehlt dann aber noch ein ganzer Batzen Kohle.

"Ich glaube, es kann nicht genug Orte geben, die dich auf neue Ideen bringen, frischen Wind in die Birne und so. Der Ort macht sofort was mit jeder und jedem. Stell dir mal vor, da wachst du auf. Dann knallt es doch schon direkt beim Frühstück und die To-do-Liste ist wieder voll. Das Kliemannsland ist so ein Ort in Niedersachsen. Das könnte einer im Wasser sein", schwärmt Kliemann.

Bleibt zu hoffen, dass die Neu-Insulaner auch noch Leute im Telefonbuch haben, die bereit sind, ihre Brieftasche für das außergewöhnliche Projekt öffnen.

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