Gebt das Hanf frei! Rapper Snoop Dogg pumpt Millionen in deutschen Cannabismarkt

Mörfelden-Walldorf/Long Beach (USA) - "Gebt das Hanf frei!" Nein, wir rezitieren hier nicht etwa aus einem Stefan-Raab-Klassiker aus den jungen 2000ern. Vielmehr könnte so zukünftig die Forderung einer US-amerikanischen Rap-Ikone in Richtung der Bundesregierung lauten.

Rund 13 Millionen Euro buttert Rapper Snoop Dogg (50, bürgerlich Calvin Cordozar Broadus Jr.) in die hessische Cannabis-Firma Cansativa.
Rund 13 Millionen Euro buttert Rapper Snoop Dogg (50, bürgerlich Calvin Cordozar Broadus Jr.) in die hessische Cannabis-Firma Cansativa.  © Montage: Ferdy Damman/EPA FILE/dpa, 123RF/spyrakot

Denn wie die Cansativa Group aus dem hessischen Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau am Mittwoch per Pressemitteilung bekannt gab, investierte die Casa Verde Capital aus den Vereinigten Staaten satte 13 Millionen Euro in das deutsche Cannabis-Start-Up.

An der Spitze des Millioneninvestors steht niemand Geringeres als Snoop Dogg (50), der seines Zeichens ein wahrer Cannabis-Connaisseur ist und keinen Hehl aus seiner Vorliebe für das berauschende Kraut macht.

Die Ambitionen des Unternehmens aus der Nähe der Mainmetropole Frankfurt scheinen den 50-jährigen Rap-Opa, der kürzlich in der Halbzeitshow des 56. Super Bowls die Bühne mit Größen wie Eminem (49), Dr. Dre (56) oder Mary J. Blige (51) rockte, so richtig überzeugt haben.

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Denn die millionenschwere Finanzspritze seines Unternehmens war nicht nur deren größte Investition in ein deutsches Unternehmen, sondern stellte sogleich ein europaweites Novum dar.

Mit den Geldmitteln soll der Cansativa Group dabei geholfen werden, nicht nur die bisherigen Kompetenzen in Sachen medizinischer Cannabis-Produkte für Apotheken zu stärken. Vor allem soll mit dem zu erwartenden Einhergang der Legalisierung von Marihuana auch der Einstieg in den Genusscanabismarkt geschafft werden.

Cansativa-Chef Benedikt Sons äußerte sich zumindest schon einmal hellauf begeistert über die große finanzielle Stütze des prominenten Geldgebers: "Der Einstieg von Casa Verde Capital ist für uns ein bedeutender Meilenstein und ein sehr starkes Signal an die gesamte Branche. Wir möchten Wegbereiter der Legalisierung und das operative Rückgrat zukünftiger Lizenzabgabestellen und der gesamten Cannabisindustrie werden."

Cannabis-Legalisierung in Deutschland? Rapper Snoop Dogg wittert Milliardengeschäft

In der Halbzeitshow des 56. Super Bowl rockte Snoop Dogg die Bühne mit Ikonen wie Kendrick Lamar (34), Dr. Dre (56) und Eminem (49).
In der Halbzeitshow des 56. Super Bowl rockte Snoop Dogg die Bühne mit Ikonen wie Kendrick Lamar (34), Dr. Dre (56) und Eminem (49).  © Lynne Sladky/AP/dpa

Auch für den "Drop it like it's Hot"-Interpreten soll das Investment aber nicht nur reine PR sein. Im Falle einer Legalisierung von Cannabis in Deutschland und dem tatsächlichen Vorstoß der Cansavita Group winkt dem supercoolen Sprechsänger aus Long Beach (Kalifornien) ein Milliardengeschäft.

Sollte also alles wie gewünscht verlaufen, könnten wir direkt im Raab'schen Jargon bleiben und skandieren - auch dank des "Doggfather of Rap": "Wir kiffen!"

Titelfoto: Montage: Ferdy Damman/EPA FILE/dpa, 123RF/spyrakot

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