Leipzig - Die Debatten rund um den Musiker und "Dschungelcamp"-Bewohner Gil Ofarim (43) hören einfach nicht auf. Jetzt meldete sich sein Anwalt Alexander Stevens zu Wort.
In einem Instagram-Livestream offenbarte der Jurist am Mittwochabend neue Details über Gil und seinen Davidstern-Prozess, die der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt waren.
Nachdem das Verfahren gegen den Musiker wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung nach seinem Geständnis Ende 2023 eingestellt worden war, hatte er 10.000 Euro an die jüdische Gemeinde in Leipzig und den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz zahlen müssen.
So weit, so gut. Jetzt erklärt Stevens allerdings, sein Mandant habe sich darüber hinaus zur Zahlung von 40.000 Euro Schmerzensgeld an den fälschlich als antisemitisch dargestellten Hotelmitarbeiter verpflichtet.
Der Anwalt bezeichnet diese Summe als "angemessen", aber "durchaus üppig".
Fluch und Segen
Weiter führt er aus, dass Ofarim zum Zeitpunkt der Vereinbarung nicht in der Lage gewesen sei, die 40.000 Euro zu zahlen. Auch deshalb sei die "Dschungelcamp"-Teilnahme "nicht nur Fluch, sondern hin und wieder auch ein Segen". Laut Medienberichten soll der 43-Jährige immerhin eine Gage von mindestens 250.000 Euro kassieren, wäre nun also wieder flüssig.
Aber warum weigert sich Ofarim trotz des Drängens von allen Seiten, in der RTL-Show von diesen Details zu berichten? Stevens erläutert: "Vor allem auch deshalb, weil wir Anwälte ihm tunlichst einen Maulkorb verpasst haben." Ein solch "hochkomplexer juristischer Sachverhalt gehöre seiner Ansicht nach nicht in den Dschungel".