Gil Ofarim erhebt nach Davidstern-Skandal neue Vorwürfe: Nun greift sein Anwalt ein
Leipzig/Australien - Nach über zwei Wochen im Dschungelcamp brach Gil Ofarim (43) am Freitag endlich sein Schweigen über den Davidstern-Skandal und erhob schwere Anschuldigungen. Nun schaltet sich erneut sein Anwalt Alexander Stevens ein.
"Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist. Es wurde nachgewiesen, dass von allen Kameraaufnahmen mehrere Sekunden gefehlt haben." - Gil Ofarim an Tag 15 im Dschungel.
Seine Behauptungen beißen sich regelrecht mit den Worten, die er 2024 in seinem Entschuldigungsvideo auf Instagram an seine Zuschauer gerichtet hatte.
Damals hieß es noch: "Ich übernehme die Verantwortung für was ich tat. Über das Juristische hinaus und in jeder Hinsicht."
Doch wie passt das zusammen?
Alexander Stevens erklärte am Samstag, dass die Strafverteidiger bei der Sichtung des Videos herausgefunden hätten, "dass zwei entscheidende Sekunden fehlen". Ob es eine Manipulation oder ein technischer Defekt war, habe man im Nachhinein nicht zweifelsfrei klären können.
Ein Grund dafür könnte seiner Meinung nach sein, dass die Polizei die Videos erst zwei Tage nach dem Vorfall sichergestellt habe.
Freispruch vor Gericht? Nein!
"Das Video, was im Umlauf ist, ist nicht das Original. Das Video, was der digitale Forensiker hatte, ist nicht das Original", beteuerte Gil zudem gegenüber einer skeptischen Simone Ballack (49).
Auch hier klärt Alexander Stevens auf: "Die Sicherung erfolgte […] als Kopie von der Festplatte des Hotels." Die Polizei habe also nie das Video direkt auf der Festplatte gesichtet.
Der Musiker redet zudem von einem Freispruch vor Gericht, den es nicht gegeben hat. Sein Anwalt versuchte in einem Instagram-Post am Freitagabend zu relativieren: "Das Strafverfahren gegen Gil Ofarim wurde eingestellt. Es gab keine Verurteilung. Es gab keinen gerichtlichen Schuldspruch."
Zudem stellte er klar, dass die Entschuldigung und das Schuldeingeständnis lediglich für die falsche Behauptung gelten, der Mitarbeiter hätte wortwörtlich gesagt "Pack deinen Stern weg, dann check ich dich ein".
"Und genau diese Aussage hat nicht stattgefunden. Und genau dafür hat sich Gil Ofarim entschuldigt", so der Anwalt.
Im Oktober 2021 veröffentlichte Gil Ofarim die falschen Behauptungen in einem Instagram-Video, erst gut zwei Jahre später im November 2023 legte er vor dem Leipziger Landgericht ein Geständnis ab.
Titelfoto: Montage: Hendrik Schmidt/dpa; RTL

