Nach Spendenaufruf wegen Ofarim: Hotelmitarbeiter Markus W. meldet sich
Leipzig/Köln - Der Fall Gil Ofarim (43) schlägt weiterhin hohe Wellen. Nach dem Spendenaufruf eines YouTubers für den Hotelmitarbeiter Markus W., dem Ofarim Antisemitismus unterstellt hatte, meldete sich W. nun mit einer emotionalen Nachricht selbst zu Wort.
Ofarim hatte später vor Gericht eingeräumt, gelogen zu haben, und dem Hotelangestellten eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro zugesagt.
Während der Dschungelkönig vor allem weiterhin darin brilliert, die Verantwortung für die Verleumdung des Leipziger Hotelangestellten von sich zu schieben, richtete der Influencer und Trash-TV-Experte Sanijel Jakimovski (35) ein Spendenkonto ein, um "Markus symbolisch etwas zukommen zu lassen, damit er sich gesehen, verstanden und wertgeschätzt fühlt", so der 35-Jährige bei Instagram.
Über eine gemeinsame Freundin meldete sich nun W. selbst bei Jakimovksi mit einer Nachricht zu Wort: "Ich bin ein großer Freund von Transparenz - vor allem, wenn Menschen für einen Fremden Geld spenden sollen", schreibt W. "Deshalb habe ich mir überlegt, wofür das Geld verwendet werden soll."
Das plant W. mit dem Spenden-Geld
Demnach soll ein Teil der Spenden an die beiden Wohltätigkeitsorganisationen Hateaid und Minilöwen gehen.
Als Drittes listet W. "Zeit für mich und meine Familie, die zu jeder Zeit an meiner Seite stand" auf. Am Ende der Nachricht bedankt er sich noch bei den Unterstützern: "Ich bin unendlich dankbar für den Zuspruch und weiß das sehr zu schätzen."
Jakimovksi war von der Antwort sichtlicht gerührt und versprach unterdessen vollständige Transparenz beim Umgang mit den Spendengeldern. Wie viel Geld bisher zusammengekommen ist, teilte der Youtuber nicht mit.
W. hatte sich bereits wenige Stunden, nachdem Ofarim zum Dschungelkönig gewählt worden war, in einem Interview zu Wort gemeldet und darin über das Verhalten des Musikers am Abend des Davidstern-Skandals ausgepackt.
Das Spenden ist noch bis Donnerstag möglich, sagt Jakimovski.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
