Leipzig - Während sich Gil Ofarim (43) im Dschungelcamp aktuell um Kopf und Kragen - größtenteils aber gar nicht - redet, stärkt ihm sein Promi-Anwalt den Rücken. Und warnt vor strafrechtlichen Konsequenzen.
Dass ein solches "Comeback", wie Dr. Alexander Stevens (44) die Dschungelcamp-Teilnahme des Musikers bezeichnet, Emotionen wie Kritik und Enttäuschung weckt, sei "verständlich und legitim", schreibt er in einem Instagram-Beitrag.
"Dennoch appelliere ich in der Auseinandersetzung Maß zu halten und sich der rechtlichen Grenzen bewusst zu sein", so Stevens weiter. "Manche Beiträge verbreiten unwahre Tatsachenbehauptungen, die strafrechtliche Konsequenzen haben können."
Denn wer Ofarim als "Verbrecher" betitelt, wie es auch Mitcamperin Ariel (22) getan hat, "muss aufpassen, sich nicht selbst wegen einer solch falschen Tatsachen-Behauptung strafbar zu machen".
Der Musiker, der einen Antisemitismus-Vorfall in Leipzig erfunden hatte, sei "weder verurteilt noch vorbestraft, noch ging es im Verfahren um ein Verbrechen".
Dschungelcamp: Diskussion um Gil Ofarim "an Bigotterie kaum zu überbieten"
Auf TAG24-Nachfrage bei Rechtsanwalt Stevens, ob jenes Einräumen der Davidstern-Lüge nur geschehen sei, um den Prozess abzukürzen, obwohl es den Vorfall möglicherweise doch wie in einem viral gegangenen Video gegeben hatte, sagte dieser, dass er "die enthaltene eigene Deutung ausdrücklich nicht teile".
Hintergrund: Ofarim hatte im Dschungelcamp angedeutet, die "drei Zeilen" lange Erklärung über seine Lüge verlesen zu haben, damit er seine Ruhe hat und er weiter die Chance auf Umgang mit seinen Kindern haben kann.
Für Stevens ist die aktuelle Diskussion in der Öffentlichkeit "an Bigotterie kaum zu überbieten. Menschen, die sich über vermeintliche Unwahrheiten empören, verbreiten im selben Atemzug ungeprüfte Behauptungen und strafbare Beleidigungen." Man könne nicht die Einhaltung von Werten fordern, "während man sie selbst mit Füßen tritt".
Ofarim wolle in der RTL-Show nichts zu dem gegen Zahlung von 10.000 Euro eingestellten Prozess sagen - wegen einer Verschwiegenheitserklärung. Viele Zuschauer und auch seine Mitcamper wollen aber keine Details hören, sondern Reue wahrnehmen. Dies bleibt er bislang schuldig.