Ärger um diese Statue: Doch wer soll das eigentlich sein?

Winchester (England) - Die englische Universität von Winchester sieht sich derzeit einiger Kritik ausgesetzt. Deren Verantwortliche wollen nämlich eine Statue auf ihrem Gelände aufstellen, die ziemlich teuer ist. Winchesters Bewohner regen sich mächtig auf, weil die porträtierte Person ihrer Meinung nach nichts mit der Stadt zu tun hat.

Welche junge Frau soll denn das hier sein?
Welche junge Frau soll denn das hier sein?  © Facebook/Screenshot/Christine Charlesworth

Doch um wen handelt es sich denn hier? Auf den ersten Blick dürften viele noch grübeln. Doch sobald der Name fällt, wird alles klar: Greta Thunberg (18).

Für rund 24.000 Britische Pfund (fast 28.000 Euro) arbeitet derzeit die Künstlerin Christine Charlesworth am letzten Schliff der Figur, die am 30. März auf dem Unigelände enthüllt werden soll.

Für die Auftraggeber liegt der Grund für die Wahl von Thunberg auf der Hand. So soll die Klimawandel-Aktivistin als "Inspiration für alle Studenten" dienen, berichtet aktuell Daily Mail.

Bei der Skulptur soll es sich um die erste handeln, die der echten Körpergröße der 18-jährigen Schwedin entspreche.

Christine Charlesworth erklärte: "Die Universität wollte eine Skulptur von Greta, weil es eine sehr 'grüne' Universität ist..."

Anwohner hätten lieber einen örtlichen "Helden" gesehen

Ob ihr das passt? Greta Thunberg hätte die 24.000 Pfund sicher lieber in ein Umweltprojekt gesteckt.
Ob ihr das passt? Greta Thunberg hätte die 24.000 Pfund sicher lieber in ein Umweltprojekt gesteckt.  © Facebook/Screenshot/Christine Charlesworth

Die Anwohner hätten für die Uni jedoch einen ganz anderen "Helden" im Sinn gehabt, reden teilweise von Geldverschwendung.

Anne Goodchild sagte, dass die Skulptur eines bekannten Einheimischen mehr Unterstützung von den Bewohnern von Winchester erhalten hätte.

Sie argumentierte: "[Was ist mit] Kev, dem Mann, der die Obdachlosen-Zeitung auf der Hauptstraße verkauft... [er] ist definitiv eine Winchester-Ikone."

Kev Collick (45), der schon lange nicht mehr obdachlos ist, ist seit Jahren ein fester Bestandteil von Winchesters Straßen und unterstützt neben dem Verkauf der "Big Issue" mehrere Wohltätigkeitsorganisationen.

Doch die Auftraggeber von der Universität dachten wohl um einiges größer. Nun muss also Greta Thunberg als Inspiration für die Studenten herhalten.

Titelfoto: Facebook/Screenshot/Christine Charlesworth

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