Großes CSD-Finale in Dresden: Star-DJ Felix Jaehn sorgt für ordentlich Partystimmung
Dresden - Am Samstag feierte der Christopher Street Day (CSD) sein großes Finale in Dresden. Neben zahlreichen Kundgebungen und dem offiziellen Demo-Umzug fand am Abend auch ein musikalisches Highlight statt: Star-DJ Felix Jaehn (31) heizte den Besuchern auf dem Altmarkt ordentlich ein!
Kurz nach 22 Uhr erschien der Künstler zusammen mit mehreren Tänzern auf der Bühne.
Zum Auftakt richtete der 31-Jährige bereits wichtige Worte an das Publikum: "Dresden. Es ist eine Ehre für mich, heute Abend hier sein zu dürfen. Und mit euch gemeinsam bei dieser politischen Versammlung auf unsere Themen und unsere Existenzen aufmerksam zu machen. Zu demonstrieren für Gleichberechtigung! Zu demonstrieren für unsere Rechte! Zu demonstrieren für die Vielfalt! Und zu demonstrieren für unsere Liebe!"
Der CSD setzt sich seit Jahren für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Menschen ein. Gleichzeitig wird gegen Ausgrenzung, Stigmatisierung, Hass und Diskriminierung in der Gesellschaft demonstriert.
Trotz leichten Nieselregens ließen sich Hunderte Besucher die Stimmung auf dem Altmarkt nicht verderben. Der Künstler selbst war voller Energie und bewegte sich zu seinen Beats. Die Tänzer heizten dem Publikum zusätzlich ein.
Felix Jaehn spielte eine große Auswahl seiner geremixten Songs - von Techno über Pop bis hin zu Hip-Hop. Dabei durften auch einige seiner größten Hits nicht fehlen, darunter "Cheerleader" (Felix Jaehn Remix) und "Photograph" (Felix Jaehn Remix).
Felix Jaehn outete sich 2024 als nicht-binär
Nach gut anderthalb Stunden war sein Auftritt vorbei. Zuvor machte er jedoch noch einmal deutlich, wie wichtig Veranstaltungen und Abende wie diese sind, bei denen Menschen zusammenkommen und nicht in der Minderheit sind.
"Wo wir nicht alleine sind, wo wir uns verstehen, ohne uns zu kennen, weil wir ähnliche Geschichten erlebt haben. Das ist so wertvoll und das ist so wichtig. Das muss im öffentlichen Raum stattfinden und das muss geschützt werden."
Felix Jaehn gehört selbst der LGBTQIA+-Community an und machte 2024 öffentlich, nicht-binär zu sein. Inzwischen bevorzugt der Künstler den Namen "Fee", tritt beruflich jedoch weiterhin unter dem Künstlernamen "Felix Jaehn" auf.
Nicht-binär bedeutet, dass sich eine Person weder ausschließlich als männlich noch als weiblich identifiziert. Die eigene Geschlechtsidentität lässt sich damit nicht in das traditionelle Verständnis von Mann oder Frau einordnen.
Am Abend erklärte der Künstler: "Ich bin gerade mega emotional. [...] 2014, da war ich gerade 20, bin ich [...] irgendwie voll berühmt geworden und um die ganze Welt getourt. Da wusste ich noch gar nicht, wer ich bin. Ich war gänzlich ungeoutet. Ich hatte keinen Plan von meiner Sexualität, ich hatte keinen Plan von meinem Geschlecht."
Auf Instagram erklärte der DJ, dass für seine Musikprojekte weiterhin die Pronomen er/ihm verwendet werden. Im privaten Umfeld seien hingegen alle Pronomen willkommen.
Titelfoto: Montage: Stefan Häßler

