Haftbefehl schildert in neuem Podcast suspekte Polizei-Aktion: "Musste mich komplett ausziehen"
Offenbach am Main/Stuttgart - Viele haben über die Haftbefehl-Doku und die Beziehung von Nina (33) und Aykut Anhan (40) diskutiert - jetzt melden sich die beiden selbst zu Wort. In ihrem neu gestarteten Podcast geben sie intime Einblicke in ihr Privatleben und teilen die ein oder andere bislang unbekannte Story.
Das neue Format "Nina & Aykut" ging am 8. Januar als Video-Podcast auf RTL+ an den Start. Dort beantwortet das Promipaar im Q&A-Stil vor allem Fragen, die vielen Anhängern unter den Nägeln brennen.
Gleich zu Beginn wird deutlich, wie unterschiedlich beide aufgewachsen sind: Nina wurde im beschaulichen Perouse (Landkreis Böblingen) groß - total "behütet", wie sie erzählt.
Aykuts Kindheit hingegen war geprägt vom harten Offenbacher Pflaster, Gewalt und Drogen. "Ich hatte schon Ängste als Kind", gibt er zu. Eine davon war, dass die Polizei jeden Moment bei ihnen zu Hause durch die Türe kommt. Dies sei sehr oft wegen seines großen Bruders vorgekommen, der damals krimineller als er gewesen sei.
Später gibt Haftbefehl noch eine Story preis, die man bisher nicht kannte. Auf die Frage, wann er sich machtlos fühle, antwortet er: "Wenn die Polizei mich auf ein Auto oder auf den Boden drückt."
Dann führt er weiter aus, dass er am Tag, an dem die Doku über ihn veröffentlicht wurde, in Frankfurt von der Polizei kontrolliert wurde. "Ich musste mich komplett ausziehen", so der 40-Jährige. Er habe nichts dabeigehabt, doch das wollten die Beamten offensichtlich nicht glauben. Sie nahmen ihn mit aufs Revier und steckten ihn in einen "Bunker", wo er sich schließlich komplett entkleiden musste.
Nina und Aykut Anhan berichten über bislang unbekannten SEK-Einsatz in ihrem Haus
Warum, wisse er selbst nicht. Wahrscheinlich, so vermutet er, hätten sie seine Doku gesehen und gedacht, er habe Kokain dabei.
Auch Nina hat zur Frage der Machtlosigkeit eine krasse Geschichte parat.
Sie habe selbst erlebt, wie ein Spezialkommando ihr gemeinsames Haus durchsucht habe.
Während sie im Ausland gewesen seien, habe ihre 86-jährige Oma frühmorgens angerufen und berichtet, dass das Haus voller Polizei sei und SEK-Beamte die Tür hätten sprengen wollen.
Haftbefehl erklärt weiter, das Kommando sei damals wegen des Verdachts eingedrungen, er habe eine Waffe in seinem Besitz, was sich als unbegründet herausgestellt habe. Die Beamten hätten mit Hunden das gesamte Haus inklusive der Kinderzimmer durchsucht. Das Ganze sei für Nina extrem unangenehm und emotional belastend gewesen, liege aber inzwischen vier oder fünf Jahre zurück.
Weitere Video-Podcast-Folgen von "Nina & Aykut" findet Ihr auf RTL+.
Titelfoto: Annette Riedl/dpa

