USA - Im Jahr 2019 veröffentlichte der ehemalige Disney-Star Bella Thorne (28) selbst intime Fotos von sich, um einem mutmaßlichen Erpresser zuvorzukommen. Danach habe sie jedoch zahlreiche Vorwürfe und Schuldzuweisungen bekommen - diese hätten die junge Schauspielerin "gebrochen".
Vor wenigen Tagen war die 28-Jährige im "Call Her Daddy"-Podcast zu Gast und erinnerte sich an die schlimme Zeit zurück.
Damals hatte Thorne einen Hacker beschuldigt, sie mit privaten Nacktfotos erpressen zu wollen. Noch bevor der mutmaßliche Täter die Bilder veröffentlichen konnte, nahm die Schauspielerin die Sache selbst in die Hand und stellte die Aufnahmen kurzerhand online.
"Ich habe einfach einen ehrlichen Beitrag auf Twitter veröffentlicht. Ich wollte einfach klarstellen: Du wirst mir das nicht weiter antun, also hier ist es", so die Schauspielerin.
Sie wollte damit die Situation wieder unter ihre Kontrolle bringen, doch diese Entscheidung löste statt Unterstützung eine große Welle der Kritik aus.
Immer wieder wurde ihr vorgeworfen, die Geschichte nur vorzutäuschen und die Fotos absichtlich veröffentlicht zu haben: "Und ich glaube, das Schlimmste daran war, dass die Leute sagten: 'Nun, du hast das doch selbst gemacht. Du täuschst das nur vor. Du willst uns einfach deine Brüste zeigen. Du willst unbedingt, dass wir deine privaten Körperstellen sehen, deshalb machst du das. Du willst es doch.'"
Diese Vorwürfe hätten Thorne damals "wirklich gebrochen". Sie erinnere sich noch genau daran, wie sie eine Instagram-Story aufgenommen habe, in der sie "völlig fertig und so aufgewühlt, einfach wütend" gewesen sei.
Nach Erpressung: FBI kommt auf Bella Thorne zu
Doch dann nahm die Situation eine überraschende Wendung: Wie Thorne selbst angab, habe sie kurz darauf einen Anruf vom FBI erhalten.
"Sie sagten: 'Hey, wir haben diese Sache gesehen. Wir glauben, dass es unser Mann ist. Können wir vorbeikommen? Können wir alle Daten bekommen? Können wir sehen, worum es sich handelt?' Sie kamen zu mir nach Hause und plötzlich hatte ich ein Haus voller FBI-Leute, was einfach das Verrückteste überhaupt war", erinnerte sich die 28-Jährige.
Rund ein Jahr lang habe sie eng mit dem FBI zusammengearbeitet und den Ermittlern alle Informationen zur Verfügung gestellt, die sie gehabt habe. Schließlich hätten die Ermittler den Verdächtigen offenbar anhand seines Schreibstils identifizieren können.
"Wenn ich die Screenshots nicht veröffentlicht hätte, hätten sie ihn nicht gefasst - oder vielleicht hätten sie ihn später gefasst, aber sie hätten diese direkte Quelle nicht gehabt", so Thorne.
Sie fügte hinzu, dass die Screenshots für die Ermittler entscheidend gewesen seien. Seine Schreibweise sei exakt dieselbe gewesen, weshalb die Ermittler davon ausgegangen sind, dass es sich um denselben Täter handeln muss.