Kiez-Legende trifft am Todestag seiner Schwester auf deren Peiniger: So reagiert der Kneipen-Chef
Hamburg - Schwerer Tag für Kiez-Legende Daniel "Kellerkind" Schmidt (42). Der Betreiber des "Elbschlosskellers", die gemeinhin als "härteste Kneipe Deutschlands" gilt, verlor auf den Tag genau vor 15 Jahren einen geliebten Menschen.
Seine kleine Schwester starb im Jahr 2011 an einer Überdosis Tabletten und Alkohol - für den 42-Jährigen der Beginn eines "langen, falschen Lebensabschnitts", wie er mal in der RTLZWEI-Doku "Reeperbahn privat" offenbart hatte.
Mittlerweile hat sich Schmidt wieder gefangen und führt ein ganz anderes Leben als noch vor einigen Jahren. Am Todestag seiner Schwester habe ihn das Leben jedoch vor eine "heftige Prüfung" gestellt, wie der Kneipen-Betreiber auf seinem Instagram-Kanal verriet.
Er sei mit seinem Sohn Lennox im Fitnessstudio gewesen, als ihm plötzlich ein Mann aus seiner Vergangenheit über den Weg gelaufen sei. "Der damalige Vergewaltiger meiner kleinen Schwester", wie Schmidt seinen Followern erklärte.
Doch wie reagierte die Kiez-Legende? "Früher wäre ich mit Sicherheit geradewegs auf ihn zu gelaufen. Voller Wut, Hass, Aggression in meinem Herzen, eventuell auch voller Angst, wie er darauf reagiert", verdeutlichte das Urgestein der Reeperbahn.
Reeperbahn-Urgestein erzählt auf Instagram von "heftiger Prüfung"
"Elbschlosskeller"-Chef will Vorbild für seinen Sohn sein
Er habe es jedoch geschafft, einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen und sei mit seinem Sohn erst einmal rausgegangen, berichtete Schmidt - auch, weil er für seinen Sprössling ein Vorbild sein wolle.
"Ich möchte nicht, dass er später durch die Welt läuft und, weil ihm irgendetwas oder irgendwer widerfahren ist, er sich davon behindern und blockieren lässt", unterstrich der 42-Jährige. Dies sei auch ein Grund dafür, weshalb er mit seinem Sohn ein "radikal ehrliches Verhältnis" habe.
Abschließend kam der Kneipen-Betreiber noch einmal auf den Peiniger seiner Schwester zu sprechen. Schmidt ehrlich: "Ich weiß nicht, ob ich diesem Mann vergeben kann, jemals. Aber ich habe losgelassen. Deshalb muss ich den Brand in meiner Brust nicht ertragen."
Titelfoto: Christian Charisius/dpa
