Jan Böhmermann ätzt gegen Olympia-Komitee: "Korrupte Kackorganisation!"

Köln - Die Stadt Köln will die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ausrichten und rührt dafür aktuell mächtig die Werbetrommel. Während zahlreiche Promis wie Komikerin Carolin Kebekus (45) die Pläne der Stadt unterstützen, kritisiert Satiriker Jan Böhmermann (45) das Vorhaben deutlich.

ZDF-Moderator Jan Böhmermann (45) lebt seit vielen Jahren unweit von Köln und kennt die Domstadt daher bestens.  © Boris Roessler/dpa

In den vergangenen Tagen hat die Stadt über 800.000 Bürgerinnen und Bürger per Briefwahl dazu aufgefordert, ihre Stimme abzugeben und über eine Olympia-Bewerbung zu entscheiden.

Für Böhmermann eine einfache Wahl: "Ich hab' gerade mit einem dicken Edding 'Nein' angekreuzt. Ich will diese Scheißveranstaltung nicht in Köln haben", betont der ZDF-Moderator in der neuesten Folge seines Podcasts "Fest und Flauschig".

Insbesondere den Ausrichter der Spiele, das Internationale Olympische Komitee (IOC) unter der Führung der Südafrikanerin Kirsty Coventry (42), sieht Böhmermann dabei kritisch.

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Das IOC sei eine "korrupte, politisch sich nach jedem autoritären Wind drehende Kackorganisation", die mit den Werten Kölns nicht vereinbar sei, meint der Moderator. Exemplarisch dafür sei etwa die neue Regel, die Transfrauen vorschreibt, sich einer Geschlechtsuntersuchung unterziehen zu müssen.

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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD, l.) kann bei der Olympia-Bewerbung unter anderem auf NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) zählen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

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Auch Sänger und Podcaster Olli Schulz (52) sieht die Olympia-Pläne Kölns kritisch.  © Philipp von Ditfurth/dpa

In Richtung von Oberbürgermeister und Ex-DOSB-Chef Torsten Burmester (63, SPD) ätzt der 45-Jährige außerdem: "Olympia-Torsten: Köln hat andere Probleme. […] Köln hat andere Sorgen, als Olympiastadt zu werden!"

Beispielhaft dafür nennt er etwa die massiven Verkehrsprobleme in der Kölner Innenstadt, die schleppende Fertigstellung von Großbauprojekten wie den Bühnen am Offenbachplatz, an denen schon seit 2012 gearbeitet wird, sowie infrastrukturelle Defizite in der Domstadt. "Allein, wenn hier Gamescom ist, geht fünf Wochen gar nichts", kritisiert Böhmermann.

Podcast-Partner Olli Schulz (52) sieht das ähnlich und stellt fest, dass die Stadt schlicht "viel zu verbaut" für die Ausrichtung eines Großereignisses, wie die Olympischen Spiele, sei.

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