Justin Bieber, Gwyneth Paltrow und Co.: 37 Stars sind Teil einer Sammelklage!

Los Angeles - NFTs sind zwar virtuell, der vermeintliche Betrug mit ihnen aber sehr real. 37 Prominente, unter anderem Justin Bieber (28) und Gwyneth Paltrow (50), sind Teil einer Sammelklage gegen ein Krypto-Unternehmen.

Paris Hilton (41, l.), Gwyneth Paltrow (50, M.) und Justin Bieber (28) sind Teil der Klage.
Paris Hilton (41, l.), Gwyneth Paltrow (50, M.) und Justin Bieber (28) sind Teil der Klage.  © Bildmontage:KEVIN WINTER / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP, Lisa O'CONNOR / AFP, JON KOPALOFF / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Adonis Real und Adam Titcher haben am vergangenen Freitag gegen den Konzern Yuga Labs und dessen Gründer sowie den bereits erwähnten berühmten Persönlichkeiten Anklage in zehn Punkten eingereicht.

Ihnen und mehreren Dutzend Stars wird vorgeworfen, die Anleger durch verschleierte Werbung betrogen und potenziellen finanziellen Verlusten ausgesetzt zu haben.

Beide Ankläger sind selbst Anleger im "Bored Apes Yacht Club" (auf Deutsch: Gelangweilter Affen Jacht Club) verkürzt auch "BAYC" genannt.

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Yuga Labs steckt hinter den "gelangweilten Affen". Die NFTs ihrer Krypto-Firma bestehen aus kleinen Kunstwerken, wobei jeder der Primaten ein einzigartiges Design hat.

Die virtuellen Bilder wurden von Paris Hilton (41), Justin Bieber, Gwyneth Paltrow (50) und Jimmy Fallon (48) neben vielen Weiteren beworben. Jedoch nicht uneigennützig.

Denn teilweise investierten sie in Yuga Labs oder eine weitere Firma namens MoonPay, die von gesteigerten Verkäufen profitierten. Über die Dienste des Unternehmens kann man NFTs sowie Kryptowährungen kaufen und verwalten, berichtet Buissenes Insider.

Die Prominenten sollen ihre Berühmtheit genutzt haben, um die "Affen" und dazugehörige Firmen zu bewerben. Da sie selbst zu den Anlegern gehören, hatten sie ein gesteigertes Interesse, die Umsätze dieser Unternehmen durch Werbung zu steigern. Zumindest laut Gerichtsdokumenten.

Das Problematische: Keiner der Stars kennzeichnete es als Werbung, obwohl sie es hätten tun müssen, und sollen damit gegen Auflagen der "Securities and Exchange Commission" verstoßen haben. Die Aufgabe der SEC ist es, Marktmanipulation zu verhindern.

Was sind NFTs?

NFTs ist die Abkürzung für "Non-Fungible-Tokens". Sie basieren auf derselben Technik wie Kryptowährungen, haben jedoch einen entscheidenden Unterschied.

Während jeder, der möchte, verschiedene Mengen ein und derselben Kryptowährung kaufen kann, sind NFTs einmalig, sie entsprechen virtuellen Sammlerstücken.

Mann kann sie kaufen und verkaufen, also mit ihnen Handel treiben.

Das Wichtige ist: Jedes NFT ist einmalig!

Manche der Stars hatten in die Firma investiert - nicht in die NFTs!

Gwyneth Paltrow bewarb die NFTs, wie die meisten, über ihre sozialen Medien.
Gwyneth Paltrow bewarb die NFTs, wie die meisten, über ihre sozialen Medien.  © Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

Justin Bieber verkündete im vergangenen Januar, dass er für rund 1,29 Millionen Dollar einen NFT des Bored Ape Yacht Club gekauft habe.

In den Gerichtsdokumenten behaupten die Kläger nun, dass er das virtuelle Gemälde als Gegenleistung für das Bewerben von "BAYC" bekommen und nicht dafür bezahlt hatte. Als Werbung wurde es allerdings nie von ihm gekennzeichnet.

Auch Gwyneth Paltrow warb für die "digitalen Affen". Im vergangenen Februar verkündete sie öffentlich, dass sie dem BAYC beigetreten sei. Ihr Kunstwerk erwarb sie dabei mit der Hilfe der Firma MoonPay.

Dabei vergaß die 50-Jährige jedoch zu erwähnen, dass sie Geld in MoonPay investiert hatte. Paltrow warb also für ihr eigenes finanzielles Anliegen.
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Nachdem mehr oder weniger ähnlichen Prinzip sollen alle 37 Prominenten die virtuellen Affen beworben haben.

Durch die unlautere Werbung könnten Anleger dazu verleitet worden sein, ihre Vermögenswerte länger zu halten, als sie es wahrscheinlich getan hätten. Dadurch wurden sie der potenziellen Gefahr ausgeliefert, viel Geld zu verlieren, sollte der Kurs des Bored Ape Yacht Clubs fallen.

Titelfoto: Bildmontage:KEVIN WINTER / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP, Lisa O'CONNOR / AFP, JON KOPALOFF / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

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