Köln - Katja Burkard (60) ist das Gesicht des RTL-Nachrichtenmagazins "Punkt12". Doch bis dahin war es ein steiniger Weg - angefangen bei ihrer Kindheit.
"Meine Kindheit war anders als die meiner Freundinnen", gesteht die zweifache Mutter gegenüber "Bild".
Der Grund dafür: die heutige TV-Moderatorin wuchs in einer Wirtsfamilie auf, ihre Eltern führten eine Kneipe mit einem Saal.
"Wir hatten kein Familienleben", verdeutlicht Katja, die das jedoch nicht als Vorwurf, sondern nur als Feststellung sehe.
In dem Saal ihrer Eltern seien viele Feierlichkeiten der Dorfbewohner über die Bühne gegangen. Sowohl Hochzeiten als auch der Leichenschmaus hätten dort stattgefunden.
"Bei uns tagte der Gesangverein oder der Taubenzüchterverein hatte Jahreshauptversammlung", erzählt Katja, die immer dabei gewesen sei.
"Punkt 12"-Moderatorin Katja Burkard muss im Wirtshaus mithelfen
Und wie es früher üblich war, sei die heute 60-Jährige immer mit eingebunden gewesen. "Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, dass ich einmal nicht mithelfen musste", macht die "Punkt 12"-Ikone klar.
Sei es das Bügeln von Küchenhandtüchern, das Glattziehen von Wäsche, das Geschirrspülen oder das Helfen in der Küche gewesen, Katja habe immer mit angepackt. "Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Markklößchen ich in meinem Leben gerollt habe", sinniert die gebürtige Rheinland-Pfälzerin.
"Bei uns halfen alle mit. Meine Schwester, ich. Die ganze Familie. Darüber wurde gar nicht diskutiert", führt sie aus.
Als Katja dann älter geworden sei, habe sie auch bedienen und Thekendienst machen müssen, was ihr überhaupt nicht geschmeckt habe.
"Das habe ich gehasst wie die Pest. Wirklich wie die Pest", so die TV-Moderatorin, die sogar mal ausfallend zu den Gästen geworden sei.
"Die beschwerten sich prompt bei meiner Mutter, und ich wurde geschimpft", gibt Katja abschließend zu.