"Abartig, furchtbar und kotzt mich an": Kleingartensheriff schimpft über Stadt Leipzig

Leipzig - In der Gartenanlage "Gartenfreunde Südost e.V." in der Nähe des Leipziger Völkerschlachdenkmals ist es extrem matschig und schlammig. Den Kleingartensheriff regt das auf. Er nimmt auch die Stadt Leipzig in die Verantwortung.

Der Kleingartensheriff ist stinksauer: Ihn nervt der Zustand der Wege.
Der Kleingartensheriff ist stinksauer: Ihn nervt der Zustand der Wege.  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/@kleingartensheriff

Michael Baumann (62) schimpft schon länger über die Wege in seiner Kleingartenanlage. Einige seiner Follower hatten ihm Übertreibung vorgeworfen, aber in seinem neuesten Video zeigt der Gartenvorstand die bittere Realität.

Das nasse Winterwetter hat die Wege in eine reine Matschbahn verwandelt.

Zur Demonstration zeigt der Kleingartensheriff, wie tief man mit dem Schuh im Schlamm einsinkt.

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"Abartig, furchtbar und die Fahrradfahrer wieder. Riesengroße Spurrillen hier. Wer soll'n die wieder wegmachen?" fragt er wütend. "Es kotzt mich einfach nur an", fährt er fort.

Neue Wege würden wohl mehr als zwei Millionen Euro kosten

Jeder Schritt wird im Matsch sichtbar.
Jeder Schritt wird im Matsch sichtbar.  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/@kleingartensheriff

Die Gefahr, die von den Wegen ausgeht, zeige sich erst, wenn das Wetter trockener und wärmer wird.

Laut Baumann wird die Erde dann trocken und hart und bleibt in der Position, die sie im nassen Zustand angenommen hat.

Was dann passieren kann, verdeutlicht der Leipziger: "Huppsala, das Dickerchen fällt wieder hin", scherzt er selbstironisch. Aber nicht nur er könnte über die getrockneten Spurrillen fallen. Vor allem für Menschen mit Sehschwächen und für ältere Menschen sind die unebenen Wege eine echte Gefahr.

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Für seine Gartenanlage wünscht er sich neue Wege, aber die müssten durch die Stadt finanziert werden und in der Haushaltskasse klafft ja bekannterweise ein großes Loch. Michael Baumann schätzt, dass eine Sanierung aller Wege mindestens zwei Millionen Euro kosten würde.

Wer sich über den hohen Preis wundert: Die Anlage der "Gartenfreunde Südost" ist flächenmäßig groß. Es gibt mehr als 450 Parzellen, die alle mit Wegen verbunden werden müssen.

Da von der Stadt Leipzig keine Hilfe kommt, muss der Kleingartensheriff mit anderen Gärten mitten im Februar alles wieder richtig harken. Laut Baumann sei das aber nur eine Notreparatur. "Und wie das ausgeht, wisst ihr ja alle draußen im Straßenverkehr", sagt er.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/@kleingartensheriff

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