Gartensheriff schaltet sich in Sparkassen-Millionen-Coups ein: "Wo leben wir denn!?"

Leipzig - Sie bohrten ein Loch in den Tresor und sollen mit einem Insider zusammengearbeitet haben. Gleich zwei Diebstähle in deutschen Sparkassen-Filialen sorgen seit Weihnachten und dem Jahreswechsel für Aufsehen. Nun hat sich auch Leipzigs oberster Ordnungshüter Michael Baumann (62) in die Fälle eingeschaltet. Die Frage, die den Kleingartensheriff umtreibt: Wie konnte das passieren?

Die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen, deren Tresor Einbrecher um die Weihnachtszeit leer geräumt haben. Laut Polizei beläuft sich der Schaden auf mehr als 30 Millionen Euro.
Die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen, deren Tresor Einbrecher um die Weihnachtszeit leer geräumt haben. Laut Polizei beläuft sich der Schaden auf mehr als 30 Millionen Euro.  © Christoph Reichwein/dpa

Oder wie der Vorsitzende des Kleingartenvereins "Gartenfreunde Südost" es in seinem neuesten Instagram-Video formuliert: "Wo leben wir denn!?"

In dem ersten Fall hatten sich offenbar mehrere Täter über die Weihnachtsfeiertage Zugang zum Tresor einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen verschafft, indem sie mithilfe eines großen Bohrers von einer angrenzenden Tiefgarage aus ein Loch in selbigen bohrten. In den Räumlichkeiten brachen die Täter anschließend mehr als 3000 Kundenschließfächer auf, räumten diese leer und verschwanden dann mit ihrem Diebesgut. Einem Bericht des SWR zufolge beläuft sich der Schaden auf mehr als 30 Millionen Euro.

"Wie kann denn sowas passieren?!", fragt sich Baumann da. "Das muss man doch hören mit so 'nem Steinbohrer! Der macht doch Krawall und Lärm. Und nicht einmal die Alarmanlage ging los!"

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Der Kleingartensheriff fühlte sich da glatt an einige Helden aus früheren Tagen erinnert. "Die haben gebohrt wie Egon Olsen und seine Bande."

Leipzigs Kleingartensheriff: "Du kannst doch keiner Sparkasse mehr trauen!"

"Wie kann denn sowas passieren?!", fragt sich Leipzigs Kleingartensheriff Michael Baumann (62) angesichts der beiden Fälle. Auf dem kleinen Bild zu sehen: der Tresor, in den die Einbrecher eingedrungen sind.
"Wie kann denn sowas passieren?!", fragt sich Leipzigs Kleingartensheriff Michael Baumann (62) angesichts der beiden Fälle. Auf dem kleinen Bild zu sehen: der Tresor, in den die Einbrecher eingedrungen sind.  © Montage: Screenshot/instagram.com/kleingartensheriff + Polizei Gelsenkirchen

Und auch im zweiten Fall, in dem Bankräuber erhebliche Mengen Gold aus einer Filiale in Bonn stahlen und dabei angeblich Hilfe von einem Sparkassen-Mitarbeiter erhielten, herrscht Unverständnis seitens des Sheriffs.

"Das müsst ihr euch mal vorstellen, da gibt's doch solche dreisten Sparkassen-Mitarbeiter, mitten in den Öffnungszeiten gehen die an die Schließfächer und holen sich dort für ein paar Millionen Euro Gold raus!", fasst es Baumann zusammen. In diesem Fall sollen zwei Schließfächer betroffen gewesen sein.

Das Fazit des Vereinschefs: "Ich kann da nur noch in den Wald gehen und meine Truhe vergraben mit meinem Gold und meinem Geld drin. Du kannst doch keiner Sparkasse mehr trauen!"

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Die Frage, die daraufhin gleich ein Follower stellt: "Darf ich meine Schatzkisten im Kleingarten vergraben, Herr Sheriff?" Mal sehen, ob wir darauf noch die Antwort bekommen.

Titelfoto: Montage: Screenshot/instagram.com/kleingartensheriff + Polizei Gelsenkirchen

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