Kleingartensheriff Michael den Tränen nah: "Ich bin so was von entsetzt!"
Leipzig - Verkehrte Welt! Sonst ist Michael Baumann (62) immer derjenige, der sich in seiner Rolle als Kleingartensheriff über seine Laubenpieper beschwert. Jetzt aber kriegt er beim Anblick seiner eigenen Parzelle das große Grauen.
"Ich bin so was von entsetzt, wenn ich in meinen Garten gugge", sagt der Leipziger in einem Reel auf seinem Instagram-Kanal. "Ich geh' freiwillig in de Egge und schäme mich. Aber ich ha' nicht so 'nen diggen Baum, um mich dahinter zu stellen zum Schämen", witzelt der beleibte Vereinsvorstand.
Er gibt zu: "Noch nüscht gemacht in diesem Jahr. Ich weeß gar nich, wo ich anfang' soll!" Sonst immer als strenger Regelhüter unterwegs, räumt Baumann ein: "Diesmal ist der Kleingartensheriff kein Vorbild."
Besonders unschön sieht der Pool des 63-Jährigen und seiner Frau aus. Grasgrün ist das Wasser, das aufblasbare Einhorn hat das Zeitliche auch schon gesegnet. "Da kann ich ja froh sein, dass sich nicht die Kaulquappen und Frösche niedergelassen haben."
Zudem liegt der Baumschnitt aus dem Herbst noch herum, auch die Gemüseernte ist auf der Strecke geblieben: "Es war einmal ein Rosenkohl, der wollte mal was werden."
Kleingartensheriff Michael Baumann kündigt Rundumschlag an
Große Sorgen bereitet dem Kleingartensheriff zudem der Pfirsichbaum, der im Sommer eigentlich wieder saftig-runde Früchte tragen soll. Zwar sieht man schon Triebe, aber zwei Nächte in Folge purzelten die Temperaturen in den Minusbereich. "Ich kann nur hoffen, dass sie das überstehen, habe aber arge Bedenken, dass sie erfroren sind."
Wie auch immer es in seiner sonst so geordneten Parzelle aussieht, Baumann kündigt an: "In zwei Wochen sieht's hier wieder aus wie geleckt!"
Titelfoto: Instagram/kleingartensheriff
